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ots.Audio: "Fairtrade-Towns" - Städte und Kommunen setzen ein Zeichen für fairen Handel

    Köln / Saarbrücken (ots) -

    Anmoderation: Bananen aus Afrika oder Kaffee aus Südamerika - fair gehandelte Produkte sind inzwischen immer häufiger in den Regalen der Supermärkte zu finden. Die Organisation TransFair setzt sich seit Jahren international für eine angemessene Entlohnung der Produzenten der Dritten Welt ein und vergibt das blau, grün, schwarze Fairtrade-Siegel. Jetzt können auch Städte und Kommunen hierzulande den fairen Handel unterstützen und im Rahmen der Kampagne "Fairtrade-Towns" ein Zeichen setzen. Begleitet wird die Kampagne unter anderem auch vom Deutschen Einzelhandel und Bundesentwicklungsministerin, Heidemarie Wieczorek-Zeul. Katrin Müller hat die Einzelheiten:

    Beitrag: Ob im Rathaus, in der Uni-Kantine oder im Sportverein - jeder kann mithelfen, dass die eigene Stadt oder Kommune Fairtrade-Town wird. Dazu müssen insgesamt fünf Kriterien erfüllt werden. Wie's funktioniert erklärt Dieter Overath, Geschäftsführer der Organisation TransFair:

    (O-Ton 1: Dieter Overath): "Wichtigstes Kriterium ist, dass die Kommune mit einem Ratsbeschluss Zeichen gesetzt hat für öffentlichen Ausschank von Fairtrade-Kaffee. In Sachen Präsenz von Fairtrade-Produkten, egal ob in Supermärkten oder in der Gastronomie muss auch eine Mindestanzahl von Verkaufsstellen da sein." (18 Sek.)

    Ja und demnach muss jede Stadt oder Kommune, die mitmachen will, auch eine so genannte lokale Steuerungsgruppe bestimmen. Diese Steuerungsgruppe bündelt und koordiniert dann die Aktionen einzelner Bürger und Akteure. Wie das dann genau aussieht - dazu noch mal TransFair-Geschäftsführer, Dieter Overath:

    (O-Ton 2: Dieter Overath): "Die Steuerungsgruppe muss eigentlich diese Idee lebendig halten, und die müssen einfach auch eine Recherche machen, durch die Stadt gehen und gucken, haben alle Supermärkte auch Fairtrade-Produkte im Regal. Diejenigen, die es nicht haben, auf die vielleicht Druck ausüben. Wie viele Betriebskantinen oder Uni-Mensen gibt es, die überhaupt schon Fairtrade-Kaffee ausschenken, und wie aktiv ist das Rathaus." (22 Sek.)

    Entscheidend ist demnach also, über die Aktivitäten der lokalen Steuerungsgruppe viele verschiedene Akteure an einen Tisch zu bringen. Ein wichtiger Akteur ist dabei zum Beispiel der Deutsche Einzelhandel - und der ist für die Kampagne der Fairtrade-Towns auch schon Feuer und Flamme. Das sagt auch Stefan Genth, Hauptgeschäftführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels:

    (O-Ton 3: Stefan Genth): "Also, es hat riesige Vorteile darin, dass wir natürlich merken, dass es eine wachsende Zielgruppe von Kunden gibt, die fair gehandelte Produkte kaufen wollen. Die fair gehandelten Produkte finden sich ja in unseren Geschäften wieder, und das kann man dann nach außen über diese Kampagne auch gut zeigen." (16 Sek.)

    Die erste Fairtrade-Town war übrigens eine kleine nordenglische Kommune. Dort haben sich die Bewohner vor etwa 8 Jahren Gedanken gemacht, wie sie gemeinsam den fairen Handel mit der Dritten Welt unterstützen können. Dieses Erfolgsmodell hat sich dann in vielen Ländern durchgesetzt. Und in Deutschland gibt es jetzt übrigens auch schon die erste Fairtrade-Town: die Stadt Saarbrücken. Und Saarbrückens Oberbürgermeisterin, Charlotte Britz erklärt, warum: (O-Ton 4: Charlotte Britz): "Also für mich ist das eine logische Folge für die Entwicklungshilfe, die wir in unserer Stadt betreiben und wir haben dort in den letzten Jahren sehr viel getan und sehr viel unterstützt, und haben auch seit einigen Jahren diese fair gehandelten Produkte im Rathaus auch selbst eingesetzt und auch in unseren städtischen Gesellschaften." (17 Sek.)

    Ja und weitere Infos darüber, wie die eigene Stadt oder Kommune Fairtrade-Town werden kann gibt's natürlich auch auf www.fairtrade-towns.de .

    Extra-O-Töne:

    1. Dieter Overath, Geschäftführer TransFair 2. Dieter Overath 3. Stefan Genth, Hauptgeschäftführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) 4. Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin Saarbrücken

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Pressekontakt:
Claudia Brück
Pressesprecherin
+49-221 942040 31
c.brueck@transfair.org