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Studie zur Digitalisierung im Gesundheitswesen: Befragte aus Deutschland sehen Aufholbedarf

Studie zur Digitalisierung im Gesundheitswesen: Befragte aus Deutschland sehen Aufholbedarf

Digitalisierung ist ein Megatrend, der alle Bereich in Wirtschaft und Gesellschaft betrifft. Im Bereich des Gesundheitswesens etwa ist Digitalisierung notwendig, um auf den demographischen Wandel und Fachkräftemangel zu reagieren und den Gesundheitssektor insgesamt zukunftsfähig zu machen. Allerdings scheinen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft oftmals schlecht auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet zu sein. Dies ist ein Ergebnis der Studie Digitalisierungsbarometer, für die Beschäftigte in Medizin, Pflege und Krankenhausverwaltung aus fünf Nationen zu ihren Einstellungen gegenüber der Digitalisierung im Gesundheitswesen befragt wurden.

Gesundheitsexperten aus fünf Nationen befragt

Für die Studie, die von der AAL-Akademie, der Hamburger Fernhochschule, der Serapion Beratung & Fachredaktion sowie Management4health durchgeführt wurde, sind ausgewählte Experten in Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Litauen und Hongkong befragt worden. Demnach sind nur 12 Prozent der Befragten aus Deutschland der Meinung, das Gesundheitswesen der Bundesrepublik sei bereits weitgehend digitalisiert. Dabei gehen 73 Prozent davon aus, dass die Digitalisierung schon kurzfristig Einfluss auf das Gesundheitswesen haben werde.

Unterschiedliche Sichtweisen auf die Möglichkeiten der Digitalisierung

Laut Studie äußern sich die Befragten aus Deutschland im Ländervergleich pessimistischer zur Digitalisierung: Sowohl den Bereichen der Medizin als auch der Pflege und Verwaltung sprechen sie eine geringere Digitalisierbarkeit zu, als dies etwa die Befragten aus den Niederlanden und Dänemark tun. International ist man sich aber einig, dass die Verwaltung am besten zu digitalisieren sei, die Pflege am wenigsten.

Befragte aus Deutschland sind vergleichsweise skeptisch

Es zeigt sich, dass die Skepsis gegenüber dem digitalisierten Gesundheitswesen nach wie vor groß und auch von Datenschutzbedenken getrieben ist. In Deutschland bezeichneten die wenigsten Befragten im Vergleich mit den Niederlanden und Dänemark, die Speicherung zusätzlicher Gesundheitsdaten als wünschenswert: Der Aussage "Es ist jede Technik willkommen, die den Pflegekräften die Arbeit erleichtert und den Patienten nützt" stimmten in den Niederlanden 92 Prozent der Befragten zu, in Deutschland nur 38 Prozent.

Große Potenziale für bestimmte Anwendungsbereichen vermutet

Auf die Frage, welchen Anwendungen der Digitalisierung das höchste Potenzial zugeschrieben wird, kurzfristig schon Teil der Versorgungsrealität in Deutschland zu werden, wurden am häufigsten die elektronische Patientenakte inklusive des elektronischen Medikationsplans sowie die Telemedizin und das Telemonitoring genannt. Auch das sogenannte Entlassmanagement und die bessere Betreuung chronisch Kranker stehen auf der Wunschliste der Befragten; am dringlichsten wurde dies für die Krankheitsbilder Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz bewertet.

Weitere Informationen und Kontakt

Das Digitalisierungsbarometer läuft unter der Federführung der AAL-Akademie (www.aal-akademie.de) und ist eine Kooperation mit der Hamburger Fernhochschule (Heinrich Recken, www.hfh-fernstudium.de) der Serapion Beratung & Fachredaktion (Dr. Christina Czeschik, www.serapion.de) und Managment4health (Ingolf Rascher, www.management4health.eu). Die Sammlung und Auswertung der Daten des Digitalisierungsbarometers aus Litauen und Hongkong dauert gegenwärtig noch an. Für Informationen zu den detaillierten Ergebnissen der Studie kontaktieren Sie bitte folgende Ansprechpartner:

Heinrich Recken (HFH): heinrich.recken@hamburger-fh.de, 0201 31 97 45 93

Ingolf Rascher (aal-akademie): info@aal-akademie.de, 0234 3 61 64 12

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