Bundesverband Windenergie (BWE)

Jan Hinrich Glahr: Nationale Energiepolitik in europäischen Kontext einbetten

Berlin (ots) - "Die Bedeutung der europäischen Politik für die deutsche Energiewende und insbesondere der Windenergie an Land nimmt an Gewicht zu. Deshalb gilt es, neben der Vertretung nationaler Positionen auch den Einfluss auf die europäische Energiepolitik zu verstärken. Die Energiepolitik muss in den europäischen Kontext eingebettet werden", so der Vizepräsident des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) Jan Hinrich Glahr am Rande der Windenergiekonferenz EWEA in Barcelona.

"Immer mehr Mitglieder unseres Verbandes sind im europäischen Markt aktiv und nutzen die Marktchancen. Daher spüren wir Änderungen von rechtlichen Bedingungen in europäischen Nachbarstaaten direkt. Gerade die schwierige Entwicklung im Gastgeberland Spanien zeigt eindrücklich, welche fatalen Auswirkungen unbedachte Änderungen nationaler politischer Rahmenbedingungen haben können. Zwar betrug der Anteil der Windenergie an der Energieerzeugung Spaniens 2013 schon über 20 Prozent. Allerdings sind die Perspektiven in diesem Jahr trotz eines enormen Potenzials aufgrund der restriktiven politischen Vorgaben gering.

Als Board Member der EWEA nimmt der BWE aktiv an der europäischen Positionierung der Windenergiebranche teil. Wir setzen uns dafür ein, dass ein mutiges Ziel für Erneuerbaren Energien im 2030 Szenario festgeschrieben wird. Die jetzt aufgerufenen 27 Prozent sind unzureichend. Zudem ist es erforderlich, verbindliche Länderziele festzulegen. Nur so lassen sich die Energieversorgungskapazitäten der nächsten 30 bis 40 Jahre definieren. Für uns ist klar: Stabile politische und rechtliche Rahmenbedingungen senken die Kosten der Energiewende", machte der Vizepräsident des BWE in Barcelona deutlich.

"Der Konflikt in der Ukraine unterstreicht, dass das zentrale Element der Energiepolitik die Versorgungssicherheit sein muss. Die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten aus unsicheren Regionen wird durch den Umstieg auf Erneuerbare Energien immer mehr begrenzt. Zudem stärkt dies die Wertschöpfungsketten in Europa", zeigte sich Jan Hinrich Glahr überzeugt.

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