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Werder Bremen-Presseservice: Diego erhält keine Freigabe für die Olympischen Spiele in Peking

    Bremen (ots) - Werders brasilianischer Nationalspieler Diego erhält keine Freigabe für die Olympischen Spiele in Peking und hat sich am Montagmittag mit der Mannschaft auf den Weg ins Trainingslager nach Norderney gemacht. Nach einem klärenden Gespräch am Vormittag sagte Diego: "Natürlich würde ich sehr gerne an den Olympischen Spielen teilnehmen. Das ist ein Traum von mir. Aber Werder möchte mich nicht freigeben. Klaus Allofs und Thomas Schaaf haben mir die Gründe dafür erklärt. Das werde ich respektieren. Ich werde jetzt mit Werder konzentriert in die Saisonvorbereitung gehen."

    Geschäftsführer Klaus Allofs sagte nach der Unterredung unter sechs Augen. "Heute Morgen hat es das erwartete Gespräch  gegeben. Wir haben ihm unsere Vorstellungen dargelegt und deutlich gemacht, dass wir ihn auch aufgrund der gültigen Rechtslage nicht abstellen werden. Es hat ihn nicht zu Jubelstürmen veranlasst, aber es ist auch keine Welt für ihn zusammengebrochen. Uns ist klar, dass er durch den brasilianischen Verband und die Fußballfans dort unter einem gewissen Druck steht und sehr gern sein Land vertreten hätte, aber wir müssen auch die Interessen Werders und unserer Fans berücksichtigen. Diego ist einer unserer Schlüsselspieler, auf den wir nicht für mehrere Wochen verzichten können."

    Allofs unterstrich, dass er nach dieser Entscheidung keine Streitigkeiten mit den Verbänden erwartet. "Es gibt Stand heute keine rechtliche Grundlage, dass die Klubs die Spieler abstellen müssen. Deshalb erwarte ich auch keine Reaktionen der FIFA." Für die Zukunft forderte der Werder-Geschäftsführer am Montagmorgen noch einmal klarere Regelungen der FIFA ein, um derartige Situationen zu vermeiden. "Das ist ein völlig unnötiger Vorgang, den keiner möchte und keiner gebrauchen kann - alles nur, weil es versäumt wurde von Anfang an alles zu klären."

    Neben Diego hätte auch Dusko Tosic für Serbien in Peking zum Einsatz kommen können. Der Serbe erhielt aber ebenfalls keine Freigabe.

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