Toll Collect GmbH

Fünf Jahre Lkw-Maut in Deutschland
-Zuverlässiger Mautbetrieb für bessere Infrastruktur
-Datenschutz hat höchste Priorität
-Sinkende Betriebskosten für Mautsystem

Berlin (ots) - Fünf Jahre nach Start der Mauterhebung für schwere Nutzfahrzeuge ab 12 Tonnen in Deutschland zieht der Mautbetreiber Toll Collect eine positive Bilanz. Hanns-Karsten Kirchmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Toll Collect GmbH sagt: "Wir haben seit Januar 2005 mehr als 140 Mrd. Kilometer bemautet. Durch den stabilen Wirkbetrieb erhält der Bund verlässliche Einnahmen für eine bessere Verkehrsinfrastruktur. Dabei konnten wir die jährlichen Betriebskosten des Systems weiter senken. Sie werden 2009 voraussichtlich 11 Prozent der Mauteinnahmen betragen." Im Kalenderjahr 2009 wurde bis Ende Oktober für 20,4 Mrd. Kilometer Maut erhoben und abgerechnet. Zum gleichen Zeitpunkt waren bei Toll Collect insgesamt fast 900.000 Lkw von 127.000 Transportfirmen registriert. Am automatischen Einbuchungsverfahren über die On-Board Unit nahmen 642.000 Fahrzeuge teil. Dabei hat sich der Anteil von ausländischen Fahrzeugen mit On-Board Units weiter auf rund 43 Prozent erhöht. Im Vorjahr waren es 38 Prozent.

Qualitativ arbeitet das Mautsystem mit hoher Präzision und Verfügbarkeit. Das zeigt die hohe Gesamterfassungsquote von durchschnittlich 99,75 Prozent über die letzten Jahre. Sie übertrifft damit den im Betreibervertrag festgelegten Wert von 99 Prozent deutlich. "Zum erfolgreichen Betrieb eines modernen Mautsystems gehört neben einer innovativen technischen Infrastruktur vor allem die Beherrschung der Geschäftsprozesse von der sicheren Datenerhebung über die genaue Abrechnung bis zur wirksamen Kontrolle. Hinzu kommt das Management der Schnittstellen mit den Lieferanten. In diesem Betreiber-Know How liegt die Kernkompetenz von Toll Collect", betont Kirchmann.

Höchster Schutz und Sicherheit beim Umgang mit Mautdaten

Bei der Mauterhebung hat der Datenschutz höchste Priorität für Toll Collect. Die vom Auftraggeber gesetzlich definierten Anforderungen an das satellitengestützte Mautsystem waren schon in der technischen Entwicklungsphase maßgeblich für die Ausgestaltung des Datenschutz- und Datensicherheitskonzeptes.

Oberste Maxime ist die Datensparsamkeit. Das Toll Collect-System erfasst, verarbeitet und speichert ausschließlich solche Daten, die für die Mauterhebung unbedingt notwendig sind. Sobald die Mautgebühr bezahlt ist, werden alle Fahrdaten spätestens nach Ablauf einer Einspruchsfrist, d.h. nach 120 Tagen automatisch gelöscht. Eine Weitergabe sowohl von Fahr- als auch Kundendaten an Dritte ist gemäß der strengen Zweckbindung der Mautdaten im Autobahnmautgesetz untersagt. Zusätzlich werden die erfassten Fahrdaten vor der Übermittlung von der On Board Unit zum Rechenzentrum verschlüsselt und dort erst nach ihrem Eingang decodiert. Diese Prozesse erfüllen höchste Sicherheitsansprüche, deren Einhaltung vom Bundesdatenschutzbeauftragten fortlaufend überprüft wird.

Schwerpunkt Kostenreduzierung

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 stellte Toll Collect dem Bund Leistungen in Höhe von 598 Mio. Euro in Rechung. Darin enthalten sind die Betriebskosten, also alle Aufwendungen für die Mauterhebung über Satellit, Terminals und Internet, die Vergütung der Zahlungsdienstleister, die Kosten für den Betrieb der zentralen und dezentralen Systeme von Mobilfunk über Kontrollbrücken bis Rechenzentrum. Hinzu kommen die Abschreibungen für das System sowie der Jahresüberschuss vor Zinsen und Steuern. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 konnten weitere Einsparungen bei den Betriebskosten erreicht werden. Erzielt wurde dieser Effekt durch eine kontinuierliche Optimierung der Geschäftsprozesse bei gleichzeitiger Einführung technischer Neuerungen, die die IT-Infrastruktur noch effizienter machen.

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