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Patientenunterlagen: Ihr gutes Recht auf Einblick in Ihre eigene Krankenakte

Patientenunterlagen: Ihr gutes Recht auf Einblick in Ihre eigene Krankenakte
Senioren Ratgeber 5/2016 - Wort & Bild Verlag Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/52278 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Wort & Bild Verlag - Senioren Ratgeber"

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Baierbrunn (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Wohl jeder von uns hat eine Krankenakte, aber hat man auch das Recht sich seine Patientenunterlagen anzusehen oder Kopien anzufordern, wenn man zum Beispiel den Arzt wechseln will oder es sogar zu einem Rechtsstreit kommt? Dagmar Ponto hat für uns nachgefragt:

Sprecherin: Häufig wird um die Krankenakte ein Geheimnis gemacht, dabei geht es um nichts weniger als die eigene Gesundheit, schreibt das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Wir haben telefonisch bei Chefredakteurin Claudia Röttger nachgefragt, was denn überhaupt in einer Krankenakte drinstehen muss:

Claudia Röttger O-Ton: 23 Sekunden

Jeder Arzt ist verpflichtet, jegliche Informationen über Krankheit und Behandlung eines Patienten zu dokumentieren. Dazu gehören Diagnosen, Aufklärungsgespräche, Therapieempfehlungen, auch Arztbriefe, Laborbefunde und die Röntgenbilder. Grundsätzlich muss die Behandlungsakte immer auf dem aktuellen Stand sein.

Sprecherin: Manchmal sträuben sich Krankenhaus oder Arzt die Behandlungsakte herauszugeben. Hat man denn ein Recht auf seine Patientenunterlagen?

Claudia Röttger O-Ton: 17 Sekunden

Jeder Patient hat das Recht, seine Krankenakte im Original unverzüglich einzusehen und hat Anspruch auf Kopien oder elektronische Datenträger, die er allerdings selber bezahlen muss. Die persönlichen Kommentare des Arztes werden in der Regel nicht herausgegeben.

Sprecherin: Und es gibt nur wenige schwerwiegende Gründe, warum der Arzt Akteneinsicht verweigern kann. Aber können auch Angehörige die Krankenakte einsehen?

Claudia Röttger O-Ton: 17 Sekunden

Ohne ausdrückliche Einwilligung des Patienten kann niemand die Krankenakte einsehen. Nach dem Tod des Patienten können nächste Angehörige oder Erbberechtigte um Einblick bitten. Das gilt allerdings nur, wenn der Patient zu Lebzeiten nichts anderes verfügt hat.

Sprecherin: Vielen Dank, Frau Röttger.

Claudia Röttger: 2 Sekunden

Vielen Dank für das Gespräch. Auf Wiederhören.

Abmoderationsvorschlag: Gibt es Probleme mit der Herausgabe der eigenen Krankenakte kann man sich zum Beispiel an die Bundesärztekammer oder eine unabhängige Patientenberatungsstelle wenden, empfiehlt der "Senioren Ratgeber".

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
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an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Ruth Pirhalla
Tel. 089 / 744 33 123
Fax 089 / 744 33 459
E-Mail: pirhalla@wortundbildverlag.de
www.wortundbildverlag.de
www.senioren-ratgeber.de



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