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Unternehmerumfrage: EZB schafft Unsicherheit im deutschen Mittelstand - Mittelstandspräsident Mario Ohoven für Ende der Nullzins-Politik

Berlin (ots) - "Die EZB sorgt für Unsicherheit im deutschen Mittelstand. Ihr Plan, über niedrige Zinsen eine höhere Kreditvergabe und damit mehr Investitionen anzufachen, geht nicht auf. Es ist daher Zeit für ein Ende der Nullzins-Politik." Das erklärte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW), zu einer heute veröffentlichten Umfrage unter mehr als 1.100 Mitgliedsunternehmen.

Für mehr als zwei Drittel (68 Prozent) der befragten Mittelständler überwiegen in der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung die Risiken der EZB-Politik den Nutzen. Lediglich 13 Prozent bewerten den volkswirtschaftlichen Nutzen höher als die Risiken. Der Mittelstand befürchtet infolge der Niedrigzinspolitik vor allem Blasenbildung durch Spekulation, Überschuldung in der Eurozone sowie erhebliche Ertragsprobleme bei heimischen Sparkassen und Banken. Wenn die Zinsen auf ein normales Niveau zurückkehren werden, werden Krisen bei Staaten und Unternehmen wahrscheinlicher.

Bezogen auf ihre Unternehmen sehen die Mittelständler negative Effekte durch geringere Zinseinnahmen und höhere Unsicherheit. Dazu kommen höhere Pensionslasten für die Altersvorsorge. Insgesamt halten sich negative und neutrale Einschätzungen aus betriebswirtschaftlicher Perspektive mit je etwa 40 Prozent die Waage. Nur jeder fünfte Unternehmer sieht positive Effekte für sein Unternehmen.

"Die EZB verfehlt mit ihrer Nullzins-Politik das übergeordnete Ziel, Vertrauen in der Wirtschaft zu schaffen", betonte Mittelstandspräsident Mario Ohoven. "Vertrauen und positive Geschäftsaussichten lösen Investitionen aus, nicht Strafzinsen auf Bankguthaben."

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