BVMW

Ohoven: Tarifstreik schadet deutschem Mittelstand

Berlin (ots) - "Die Bundesregierung muss endlich zur Feder greifen und ein Gesetz zur Tarifeinheit vorlegen. Kleine Gewerkschaften wie die GDL dürfen nicht länger ihre Interessen zu Lasten Unbeteiligter durchsetzen. Denn die massiven Einschränkungen im Güter- und Personenverkehr treffen nicht nur die Bürger, sondern auch den Mittelstand besonders hart", erklärte Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Die Höhe des Schadens lässt sich zwar aktuell noch nicht im Detail beziffern, das Institut der Deutschen Wirtschaft rechnet aber mit einem bis zu dreistelligen Millionenbetrag pro Streiktag. Der längste Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn ist selbst unter Wahrung der Verfassung nicht mehr verhältnismäßig. Gerade innovative Mittelständler, die keine klassische Lagerhaltung mehr betreiben, benötigen eine rasche Auftragserledigung, die durch einen derartigen Streik konterkariert wird. Den Unternehmen fehlen nicht nur Rohstoffe, Aufträge können nicht ausgeliefert werden, Pendler erscheinen nicht oder verspätet zur Arbeit. Konzerne mögen das ohne große Anstrengung wegstecken; für ein mittelständisches Unternehmen kann das den Ruin bedeuten.

Das Streikrecht ist ein Grundrecht in Deutschland. Es darf aber nicht für Partikularinteressen missbraucht werden. Schon deshalb sollte bei jeder Tarifverhandlung von Beginn an obligatorisch ein Streitschlichter hinzugezogen werden. Nur so können verhärtete Fronten wie bei GDL und Deutsche Bahn zukünftig vermieden werden. Jetzt aber ist der Gesetzgeber am Zug.

Pressekontakt:

Eberhard Vogt
Pressesprecher
Tel.: 030 533206-16
presse@bvmw.de

Original-Content von: BVMW, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: BVMW

Das könnte Sie auch interessieren: