McKesson Europe AG

Celesio investiert in die Zukunft trotz vorübergehender Belastungen im operativen Geschäft
1. Quartal 2008 mit erwartetem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis

Stuttgart (ots) - Celesio musste erwartungsgemäß im ersten Quartal 2008 einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Der Umsatz ging um 3,9 Prozent zurück. Der Rückgang ist insbesondere die Folge neuer Vertriebsmodelle für Arzneimittel in Großbritannien. Das operative Ergebnis fiel um 25,7 Prozent. Der Grund dafür liegt in erster Linie in der zum 1. Oktober 2007 erfolgten drastischen Kürzung der Erstattungspreise für Generika in Großbritannien und einem nicht vertretbaren Rabattwettbewerb im deutschen Großhandel. Da die Belastungen vor allem aus dem 2. Halbjahr 2007 stammen, führt der Basiseffekt aus dem 1. Quartal 2007 zu einer besonders verzerrten Entwicklung im 1. Quartal 2008. Die in Euro berichteten Zahlen werden zudem durch die anhaltende Schwäche des britischen Pfunds erheblich belastet.

Im ersten Quartal entwickelte sich Celesio mit einem Umsatzrückgang von 3,9 Prozent (1,2 Prozent in lokaler Währung) schwächer als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen betrug der Rückgang 2,9 Prozent.

Der Rohertrag sank insbesondere wegen der staatlichen Sparmaßnahmen in Großbritannien und des Rabattwettbewerbs in Deutschland stärker als der Umsatz und ging um 7,6 Prozent (2,8 Prozent in lokaler Währung) auf 581,2 Millionen Euro zurück. Die Rohertragsmarge sank dabei von 11,16 Prozent auf 10,73 Prozent.

Das EBITDA, das den operativen Erfolg vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ausdrückt, nahm um 25,7 Prozent (21,7 Prozent in lokaler Währung) auf 149,9 Millionen Euro ab und liegt damit 52,0 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert. Das EBITDA wurde mit mehr als 30 Millionen Euro durch staatliche Maßnahmen in Großbritannien belastet. Wechselkurseffekte machten weitere 8,1 Millionen Euro aus. Schließlich trug der im Vergleich zum Vorjahr fast vollständig fehlende Ergebnisbeitrag des deutschen Großhandels maßgeblich zur rückläufigen Entwicklung bei.

Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) ging um 30,3 Prozent (26,4 Prozent in lokaler Währung) auf 122,4 Millionen Euro zurück.

Das Ergebnis vor Steuern sank um 39,0 Prozent (35,8 Prozent in lokaler Währung) auf 88,6 Millionen Euro.

Der Jahresüberschuss sank um 44,9 Millionen Euro auf 57,6 Millionen Euro. Das entspricht einem Rückgang von 43,8 Prozent (40,7 Prozent in lokaler Währung). Das Ergebnis je Aktie ging um 0,27 Euro auf 0,33 Euro zurück.

Investitionen in die Zukunft

Trotz der Belastungen investiert Celesio in die Zukunft, da sich die traditionellen Celesio-Märkte im Wandel befinden und damit große Chancen bergen. Dies verursacht heute Kosten und macht heute Investitionen nötig, die kurzfristig keinen Ergebnisbeitrag liefern, die aber die Grundlage für künftiges Wachstum sind, und damit langfristig Wert schaffen.

   - Celesio bereitet sich auf die Liberalisierung europäischer 
     Apothekenmärkte in Italien, Spanien, Österreich, Portugal, 
     Frankreich und Deutschland vor. Ausgelöst wurde diese breite 
     Liberalisierungsdiskussion durch die europäischen Institutionen,
     vor allem durch die EU-Kommission und die von ihr eingeleiteten 
     Vertragsverletzungsverfahren gegen die genannten 
     Mitgliedsstaaten. Insbesondere beanstandet die EU-Kommission das
     in diesen Ländern bestehende Fremd- und Mehrbesitzverbot, also 
     zum einen das Verbot, dass Kapitalgesellschaften Apotheken 
     besitzen und betreiben, und zum anderen das Verbot, mehr als 
     eine bestimmte Anzahl von Apotheken besitzen zu dürfen. Darüber 
     hinaus hat in Frankreich eine Regierungs¬kommission empfohlen, 
     das Fremd- und Mehrbesitzverbot abzuschaffen. In Schweden 
     bereitet die Regierung den Teilverkauf der bislang staatlichen 
     Apothekenkette vor, künftig sollen auch Kapitalgesellschaften in
     Schweden Apotheken besitzen und betreiben dürfen. 
   - Celesio investiert in die Infrastruktur, die Entwicklung des 
     Geschäftes und in die Marke Apotheke DocMorris. Apotheke 
     DocMorris ist einer der Bausteine, mit denen sich Celesio auf 
     eine mögliche Liberalisierung des Apothekenmarkts in Deutschland
     vorbereitet. 
   - In Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie investiert Celesio in 
     neue Distributionslösungen für Arzneimittelhersteller. 
   - Die operative Zusammenarbeit aller Divisionen wird neu 
     organisiert, um unter Nutzung aller im Konzern vorhandenen 
     Ressourcen und Möglichkeiten neue Geschäftsmodelle zu entwickeln
     und neue Kundengruppen zu erschließen, zum Beispiel Patienten, 
     die zu Hause mit Arzneimitteln versorgt werden müssen. Dazu hat 
     Celesio beispielsweise Evolution Homecare in Großbritannien 
     gegründet. 

Herausforderndes Geschäftsjahr 2008 für den Celesio-Konzern Die Auswirkungen der staatlichen Kostensparmaßnahmen - vor allem in Großbritannien -, des nicht vertretbaren Rabattwettbewerbs in Deutschland, die Umstellung der Distribution einzelner Hersteller und die Pfundschwäche werden das Geschäftsjahr 2008 belasten. Der Celesio-Vorstand erwartet, trotz einiger Unwägbarkeiten und ohne Berücksichtigung von Währungs¬schwankungen, für das ganze Jahr 2008:

   - Der Umsatz nimmt währungsbereinigt im niedrigen einstelligen 
     Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr zu. Dies wird nur dadurch 
     möglich sein, dass Celesio-Apotheken deutlich über dem Markt 
     wächst. 
   - Der Rohertrag wird verhältnismäßig in etwa mit dem Umsatz 
     wachsen. Staatliche Maßnahmen aus dem Jahr 2007, vor allem in 
     Großbritannien, werden das gesamte Jahr 2008 stark beeinflussen.
     Offen ist, wie sich der nicht vertretbare Rabattwettbewerb und 
     der dadurch verursachte Rohertragsverfall im deutschen 
     Großhandel im Laufe des Jahres 2008 entwickeln werden. 
   - Das operative Ergebnis (EBITDA) wird währungsbereinigt in etwa 
     das Vorjahresniveau erreichen. Ob dies möglich sein wird, hängt 
     maßgeblich von der Entwicklung im deutschen Großhandelsgeschäft 
     ab. 
   - Aufgrund der zusätzlichen Finanzierungskosten für die 
     Akquisitionen des Jahres 2007, des fehlenden positiven Effekts 
     aus dem Auslaufen einer Zinssicherung sowie leicht höherer 
     Abschreibungen kann das währungsbereinigte Ergebnis vor Steuern 
     des Vorjahres voraussichtlich nicht erreicht werden. 

Im Vergleich zum Vorjahr wird das erste Halbjahr des Jahres 2008 aufgrund der beschriebenen belastenden Effekte deutlich schwächer ausfallen. Das zweite Halbjahr 2008 wird sich nach heutiger Einschätzung vergleichsweise besser entwickeln. Der Vorstand geht davon aus, dass Lloydspharmacy, die britische Apothekenkette von Celesio, die Auswirkungen der staatlichen Eingriffe zum Teil kompensiert und dass GEHE Profitabilität zurückgewinnt.

Optimistische Prognose für 2009 und die Folgejahre

Der Vorstand ist optimistisch, dass Celesio ab 2009 ihr nachhaltiges und profitables Wachstum fortsetzen wird. Die wesentlichen Gründe dafür sind aus heutiger Sicht:

   - Die anhaltende Wachstumsdynamik der europäischen Pharmamärkte.
   - Der Ausbau unserer regionalen Präsenz.
   - Neue, margenattraktive Geschäftsfelder.
   - Die mögliche Liberalisierung von Apothekenmärkten.
   - Eine stärkere Konsolidierung einzelner Großhandelsmärkte.
   - Eine verbesserte Profitabilität im Großhandel. 

Celesio-Konzern im 1. Quartal 2008

                 2007         2008      Veränderung  Veränderung 
                                        in Euro      in lokaler
                                                     Währung
                 Mio. EUR    Mio. EUR      %            %
                                          
Umsatz           5.637,5     5.417,5     -3,9          -1,2

Rohertrag          628,9       581,2     -7,6          -2,8

EBITDA             201,9       149,9    -25,7         -21,7

EBIT               175,5       122,4    -30,3         -26,4

Ergebnis vor                              
Steuern            145,1        88,6    -39,0         -35,8

Jahresüberschuss   102,5        57,6    -43,8         -40,7 

Über den Celesio-Konzern:

Celesio, Europas führendes Handels- und Dienstleistungsunternehmen für Arzneimittel, erreichte 2007 einen Umsatz von 22,3 Milliarden Euro. Zum 31. Dezember 2007 arbeiteten 37.516 Menschen für den Konzern. Celesio ist in 14 Ländern aktiv. Die drei Geschäftsbereiche Großhandel, Apotheken und Services decken die gesamte Bandbreite des Pharmahandels und der pharmabezogenen Dienstleistungen ab. Im Großhandel beliefern 123 Niederlassungen Tag für Tag über 35.000 Apotheken in zwölf Ländern Europas. 2.273 eigene Apotheken in sieben Ländern bedienen täglich mehr als 500.000 Kunden. Im Bereich Services bietet Celesio den Pharmaherstellern Logistik- und Distributionslösungen und unterstützt sie bei Vertrieb und Marketing.

Pressekontakt:

Rainer Berghausen, Celesio AG, +49 (0)711.5001-549
rainer.berghausen@celesio.com

Original-Content von: McKesson Europe AG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: McKesson Europe AG

Das könnte Sie auch interessieren: