Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Ehemaliger Generalinspekteur der Bundeswehr Harald Kujat fordert Aufstockung des Wehretats

Berlin (ots) - Angesichts der Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr hat der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr und frühere Vorsitzende des NATO-Militärausschusses, Harald Kujat, gefordert, die Ausgabenkürzungen zu stoppen und den Verteidigungsetat mittelfristig zu erhöhen.

Dem rbb-Inforadio sagte Kujat am Montag, dass er insofern die Position von Verteidigungsministerin von der Leyen unterstütze. Der aktuelle Zustand bei der Bundeswehr sei über Jahre hinweg entstanden: "Der hat im Grunde genommen drei Ursachen, das sollte man nicht vergessen dabei. Die eine Ursache ist natürlich, dass wir sehr bei dem Material, das wir eingekauft haben, gespart haben; wir haben die Stückzahlen reduziert, gleichzeitig haben wir einen sehr hohen Verschleiß in den Einsätzen, insbesondere im Afghanistan-Einsatz; und drittens haben wir noch die Materialerhaltungskosten runtergefahren."

Wenn man diese drei Faktoren zusammen nehme, dann brauche man sich über das Ergebnis nicht zu wundern, so Kujat weiter.

Die anderen NATO-Partner "fordern seit langem, dass wir unsere Zusage, nämlich zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes für die Verteidigung aufzuwenden, erfüllen. Das ist eine Zusage, die wir vor Jahren gemacht haben. Aber wir liegen mit 1,29 Prozent an 14. Stelle. Das ist für eine so große Volkswirtschaft, für so ein großes Land wie Deutschland blamabel."

Pressekontakt:

Rundfunk Berlin-Brandenburg
Inforadio - Chef vom Dienst
Telefon: 030 / 97993-37400

Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)

Das könnte Sie auch interessieren: