Heute 13.00 Uhr Aktion vor chinesischer Botschaft in Berlin: Sein Stuhl ist leer - Freiheit für Liu Xiaobo!
Berlin (ots) - Reporter ohne Grenzen (ROG) nimmt zum heutigen internationalen Menschenrechtstag am weltweiten Aktionstag für den inhaftierten chinesischen Bürgerrechtler und Blogger Liu Xiaobo teil. Genau ein Jahr nach der Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu stellt ROG zusammen mit anderen Organisationen um 13.18 Uhr, symbolisch einen leeren Stuhl vor die Botschaft der Volksrepublik China in Berlin.
Genau um 13.18 Uhr wurde am 10. Dezember 2010 der Friedensnobelpreis an Liu Xiaobo verliehen. Sein Stuhl blieb leer. Die chinesischen Behörden ließen Liu nicht zur Verleihung in die norwegische Hauptstadt Oslo reisen. Der Bürgerrechtler verbrachte bereits mehrere Jahre im Gefängnis und wurde zuletzt 2009 festgenommen. Seitdem ist er wieder in Haft und darf keine Besuche empfangen.
An dem internationalen Aktionstag werden Stühle in bislang mehr als zehn Städten auf die Straße, größere Plätze oder vor die chinesischen Botschaften gestellt: darunter Rom, Brüssel, Washington und Berlin. Gemeinsam mit Organisationen wie Amnesty International, der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sowie dem Förderverein Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen fordern wir von der chinesische Regierung: Freiheit für Liu Xiaobo!
Mit großer Freude nahm ROG im Jahr 2010 die Nachricht der Auszeichnung von Liu Xiaobo mit dem Friedensnobelpreis auf. Der chinesische Menschenrechtsaktivist und Vorkämpfer für die Meinungsfreiheit erhielt den Preis für seinen langjährigen und gewaltfreien Kampf für Menschenrechte. Er machte sich außerdem für die Freilassung inhaftierter Journalisten und Dissidenten stark. "Die Entscheidung des norwegischen Komitees ist von historischer Tragweite für all diejenigen, die sich für das Menschenrecht auf Meinungsfreiheit in China engagieren", so ROG im Oktober 2010.
Aktuell sind 30 Journalisten sowie 70 Internetaktivisten und Blogger in der Volksrepublik inhaftiert. China ist damit das weltgrößte Gefängnis für Journalisten, Blogger und Internetdissidenten. Die meisten sitzen für Vergehen wie "Staatsgefährdung" oder "Enthüllung von Staatsgeheimnissen" unter schwierigen Bedingungen in Gefängnissen oder Arbeitslagern ein.
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