Reporter ohne Grenzen e.V.

China: IOC kann Pressefreiheit nicht garantieren

Berlin (ots) - Reporter ohne Grenzen kritisiert auf das Schärfste, dass die rund 20.000 akkreditierten ausländischen Journalisten während der Olympischen Spiele nur beschränkten Zugang zum Internet haben. Gestern noch sagte der Pressechef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Kevan Gosper, das IOC sei bemüht, "sicherzustellen, dass die Medien auch bei diesen Spielen so frei berichten können wie bei vergangenen Olympiaden." Heute heißt es seitens des IOC, dass dies sich lediglich auf Recherchen zum Thema Sport beziehe. "Die chinesischen Behörden haben erneut ihr Versprechen gebrochen", so ROG. "Die Lage der Menschenrechte und Meinungsfreiheit sollte verbessert, ausländische Journalisten sollten frei recherchieren und berichten können. Nun herrscht Zensur." ROG kritisierte zudem, dass das IOC die derzeitige Situation durch sein jahrelanges Schweigen erst möglich gemacht hat. Seit gestern sind im olympischen Pressezentrum Seiten etwa von der Deutschen Welle, der BBC auf Chinesisch, von Amnesty International und ROG nicht mehr aufrufbar. Auch die Seiten der Hong-Konger Tageszeitung "Apple Daily" sowie der taiwanesischen "Liberty Time" sind gesperrt. Weitere Informationen zum Thema Pressefreiheit/Olympia finden Sie hier: http://www.reporter-ohne-grenzen.de/kampagne-peking-2008.html Pressekontakt: Reporter ohne Grenzen Katrin Evers Presse- und Öffentlichkeitsarbeit presse@reporter-ohne-grenzen.de www.reporter-ohne-grenzen.de Fon +49/30/615 85 85 Fax +49/30/614 56 49 Original-Content von: Reporter ohne Grenzen e.V., übermittelt durch news aktuell

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