Kurt Beck im text intern-Interview: "Mir geht es darum, so viel Sport wie möglich der freien Berichterstattung zugänglich zu machen."

    Hamburg (ots) - Kurt Beck (SPD) wird am Mittwoch und Donnerstag beim Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Dresden über den 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag beraten. Im Interview mit dem Branchendienst text intern in Hamburg sagt der Vorsitzende der Rundfunkkommission der Länder und Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, was er von den zeitlichen Begrenzungen für die Online-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen hält. Diese fordern, Beiträge über wichtige Sportereignisse länger für den Abruf im Internet bereit zu stellen als bis zu 24 Stunden. "Ich hätte mir einen längeren Abruf, konkret für sieben Tage, vorstellen können", sagt Beck. "Das ist aber nicht mehrheitsfähig. Die Mehrheit meiner Kollegen fürchtet, hier könnte der private Markt beeinträchtigt werden. Mir geht es darum, so viel Sport wie möglich der freien Berichterstattung zugänglich zu machen."

    Einem generellen Werbeverbot bei den Öffentlich-Rechtlichen stehe er "längerfristig aufgeschlossen" gegenüber. Beck: "Zumal die Unterscheidung zwischen öffentlich-rechtlichen und privatem Rundfunk besser erkennbar wird. Die Bereitschaft, für die wegfallenden Einnahmen aus Werbung und Sponsoring den Gebührenzahler mit 1,42 Euro zusätzlich zu belasten, ist jedoch zu Recht gering. Von daher meine ich, wir sollten zunächst die für 2013 geplante Änderung der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf den Weg bringen. In diesem Zusammenhang werden wir sehen, was geht. Im Übrigen werden wir die Regelungen für Sponsoring an die für Werbung anpassen. Das heißt nicht an Sonn- und Feiertagen, nicht nach 20 Uhr."

    Ein gesonderter Staatsvertrag der Länder für den digitalen Hörfunk hat ihm zufolge keine Zukunft: "Ich sehe weder einen neuen Hörfunkstaatsvertrag noch derzeit 16 neue digitale Kanäle. Das schließt nicht aus, dass es ausschließlich zur Unterstützung des Digitalradios noch einen Gesprächsbedarf unter den Ländern geben kann. Im Übrigen darf ich erinnern, dass wir im Internet schon heute viele so genannte Webchannels für Hörfunk haben."

    Das komplette Interview mit Kurt Beck lesen Sie in der Mittwoch-Ausgabe von text intern (Ausgabe 85, 22. Oktober).

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