IZMF - Informationszentrum Mobilfunk e.V

Kleine Geschichte des Mobilfunks zum Welttag der Informationsgesellschaft

Berlin (ots) - Die mobile Kommunikation hat in der Vergangenheit unseren Alltag maßgeblich geprägt und verändert. Der Mobilfunk gehört damit zu den zentralen Techniken der Informationsgesellschaft. Längst dient das Mobiltelefon nicht mehr "nur" zum Telefonieren, sondern wird als Multifunktionsgerät eingesetzt. Viele können sich ein Leben ohne ihr Handy kaum noch vorstellen, obwohl die Technologie relativ jung ist. Zum Welttag der Informationsgesellschaft am 17. Mai 2008 wirft das Informationszentrum Mobilfunk e. V. einen Blick auf die wichtigsten Meilensteine in der Entwicklung des Mobilfunks.

Die Anfänge des Mobilfunks: Das Handy im Kofferraum Erste Versuche mit Funktelefonaten aus fahrenden Zügen gab es schon im Jahr 1918. Ab 1926 konnten Bahnreisende dann auf der Strecke Berlin-Hamburg einen Funktelefondienst nutzen. Das erste "echte" Mobilfunknetz, das A-Netz, führte die Bundespost im Jahr 1958 ein. Nur Wenige konnten sich damals die Technologie leisten. Ein Telefon kostete zwischen 8.000 und 15.000 Mark. Die monatliche Grundgebühr lag bei bis zu 270 Mark. Dagegen war ein fabrikneuer VW-Käfer schon für 5.000 Mark zu erwerben. Die Geräte für das Autotelefon füllten damals komplett den Kofferraum des Wagens.

Die 70er und 80er: Vom Autotelefon zum Handy Anfang der siebziger Jahre kam das technisch fortschrittlichere B-Netz auf den Markt. Die Nutzer mussten sich nicht mehr vom "Fräulein vom Amt" weiterverbinden lassen, sondern konnten selbst wählen. Auch Auslandstelefonate waren möglich. Ab 1985 gab es in Deutschland das kleinzellige, analoge C-Netz. Mit dem C-Netz begann der Übergang vom reinen Autotelefon zum tragbaren Mobilfunktelefon. Die Endgeräte waren noch wesentlich größer als die heutigen Handys.

Die 90er: Mobilität für alle

Der Durchbruch für das Handy auf dem Massenmarkt kam mit Einführung des GSM-Standards Anfang der 1990er. Mit den D- und E-Netzen startete die so genannte zweite Generation des Mobilfunks. Die fast lückenlose Netzabdeckung und die Sprachübermittlung in hoher Qualität machten den Mobilfunk für die breite Bevölkerung attraktiv. Seitdem hat sich die Mobilfunktechnologie stetig weiterentwickelt. Im Jahr 1995 wurde der Short Message Service, kurz SMS, eingeführt. In kurzer Zeit entwickelte er sich zum meistgenutzten Handydienst nach dem Telefonieren.

Heute: Das Handy wird multifunktional

Für die dritte Generation des Mobilfunks spielt die hohe Datenübertragungsrate eine wichtige Rolle. Der UMTS-Standard ermöglicht die breitbandige, paketbasierte Übertragung von Sprache und Daten. Telefonieren, die Nutzung des Internets, die Übertragung komplexer Daten aller Art wie beispielsweise Fotos und mobiler Dienste werden entscheidend beschleunigt. Neue Standards wie HSDPA sorgen für eine noch schnellere Datenübertragung. Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Forrester Research werden bereits im Jahr 2013 etwa 125 Millionen Europäer mit einem UMTS- oder HSDPA-fähigen Handy auf das Internet zugreifen.

Über das IZMF:

Das Informationszentrum Mobilfunk e. V. (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern getragen wird. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33 oder unter www.izmf.de.

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