UNESCO-Übereinkommen zur kulturellen Vielfalt tritt am 18. März in Kraft
Bonn (ots) - Seit Verabschiedung durch die UNESCO-Generalkonferenz 2005 haben 52 Staaten das Übereinkommen zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen ratifiziert, Deutschland am 12. März. Das Übereinkommen schafft eine verbindliche Grundlage zur Stärkung kultureller Vielfalt weltweit. Deutschland nimmt an der ersten Konferenz der Vertragsparteien (voraussichtlich) im Juni 2007 teil.
Die EG ist dem Übereinkommen am 18. Dezember 2006 beigetreten. Roland Bernecker, Generalsekretär der Deutschen UNESCO-Kommission (DUK): "Die Europäische Union hat sich geschlossen für das UNESCO-Übereinkommen eingesetzt, was auch die kulturelle Dimension des zusammenwachsenden Europa stärken wird."
Als eine der ersten Veranstaltungen weltweit zur Umsetzung der Konvention organisiert die DUK im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft vom 26. bis 28. April die internationale Konferenz "Kulturelle Vielfalt - Europas Reichtum. Das UNESCO-Übereinkommen mit Leben füllen" in Essen.
An der Konferenz nehmen über 400 Fachleute, Vertreter der UNESCO, des Europarates, Regierungsvertreter aus den EU-Mitgliedstaaten und außereuropäischen Staaten teil. Künstler, Kulturschaffende und Politiker erarbeiten Vorschläge: Wie kann die UNESCO-Konvention mit Leben gefüllt werden? In einer Gesprächsrunde greifen sie die "Fünf Topoi" Peter Sloterdijks "Globalisierung, Vielfalt, Mischung, Identität, Exklusivität" auf. Teilnehmer sind u.a. Ján Figel (Europäische Kommission) und Monika Griefahn (MdB). Es moderiert Hans Rosenbauer. Der Ständige Vertreter Deutschlands bei der UNESCO Botschafter Günter Overfeld leitet am 27. April die Debatte zur "Risikoanalyse Kulturvielfalt - Prioritäten für Regierungen und Zivilgesellschaft" ein. Die Keynote-Rede hält Kader Asmal, ehemaliger Bildungsminister Südafrikas.
Acht Foren widmen sich Film, Musik, Handelspolitik, Zivilgesellschaft, urbaner Raum, Medienpolitik (mit Fritz Pleitgen und Verena Metze-Mangold, DUK-Vizepräsidentin), Bildung und Nachwuchsförderung. Die Debatte "Talk around the World - Talk around Europe" fragt: Was bedeutet das Leitbild kultureller Vielfalt für Europa?
Gefördert wird die Konferenz durch die Kulturstiftung des Bundes, das Auswärtige Amt, die Landesregierung NRW und die Europäische Kommission. Medienpartner ist die ARD.
Pressekontakt:
Dieter Offenhaeusser
0228-60497-11
offenhaeusser@unesco.de

