ots.Audio: Gemischte Erwartungen der Caravaning Branche für 2010 Hersteller und Zulieferer gehen von ansteigenden Produktionszahlen aus MANUSKRIPT MIT O-TÖNEN
Stuttgart (ots) -
Anmoderation: Die Finanz- und Konjunkturkrise ist auch an der Caravan- und Reisemobilbranche nicht spurlos vorübergegangen. Insbesondere im ersten Halbjahr 2009 ging die Nachfrage konjunkturbedingt deutlich zurück. Zum Jahresende verzeichnete die Branche bei den Wohnwagen ein Minus von 13,3 Prozent und bei den Reisemobilen von 16,1 Prozent. Zu den Erwartungen für das Jahr 2010 äußerte sich Klaus Förtsch, der Präsident des Caravaning Industrie Verbandes Deutschland, CIVD, heute bei der Jahrespressekonferenz in Stuttgart:
1. O-Ton Klaus Förtsch Für 2010 gehen wir nach wie vor von einem leicht nachgebenden Markt aus, der sich im Caravan-Bereich um die minus sechs Prozent bewegen wird und bei den Reisemobilen auf etwa gleichem Niveau. Und wir denken, dass wir auf dieser Basis 2010 vernünftig arbeiten können. Und denken, dass der Endverbraucher sich wieder mehr unserem Produkt zuwenden wird, sodass es dann wieder aufwärts geht. (0:27)
Insgesamt rechnet der Verband mit Zulassungsrückgängen im einstelligen Bereich, so Förtsch. Dass die Lust der Deutschen an Freizeitfahrzeugen und der Urlaubsform Caravaning ungebrochen ist, das spürt die Branche dieser Tage auf der Ausstellung CMT: Caravan, Motor und Touristik in Stuttgart. Hier zeichnet sich ein deutlicher Trend ab: Die Interessenten suchen kompakte, aerodynamische und möglichst vielseitige Fahrzeuge:
2. Umfrage Messebesucher Also so ein Großes wollen wir nicht haben. Da ist man gar nicht beweglich, da kann man nicht auf jedem Campingplatz stehen und kommt einfach nicht um die Ecken rum, mit den großen Flaggschiffen. Einfach vom Handling scheinen mir Kleine besser zu sein. Wir haben genug Platz für alles, was wir brauchen. Dann ist es einfacher zu manövrieren, einfacher mit engen Straßen, kleineren Parkplätzen, kleineren Campingplätzen. Der Verbrauch ist auch günstiger, je länger das Fahrzeug ist, desto schwerer ist es und desto höher ist der Verbrauch. Das ist auch klar. (0'39),
Im Trend sind dieses Jahr Caravans, die zugleich als Motorrad- oder Fahrradtransporter dienen können, alltagstaugliche Reisemobile, die auch vor dem Supermarkt einen Parkplatz finden und immer mehr leichte und vielseitige Freizeitfahrzeuge. Das große Interesse der Messebesucher ist für den CIVD-Präsidenten ein Zeichen, dass der Branche auch in schwierigen Zeiten nicht bange sein muss:
3. O-Ton Klaus Förtsch Wir machen sogenannte auftragsbezogene Fertigung, um zu vermeiden, dass wir noch einmal in so ein Problem hineinlaufen, wie es uns passiert ist Ende 2008, Anfang 2009. Und es zeichnet sich jetzt schon ab, dass das der richtige Schritt war. Es wurde vom Handel begrüßt. Ich denke mal, das Licht wird sich verstärken am Ende des Tunnels und das ist nicht der Zug, der uns entgegen kommt, sondern wir glauben auch an eine bessere Konjunktur. (0:24)
Abmoderation: Die deutsche Caravan- und Reisemobilbranche blickt vorsichtig optimistisch ins Jahr 2010. Ein starker Zulassungseinbruch von Freizeitfahrzeugen in Europa hat den Export und die Produktion der deutschen Caravaning-Hersteller im vergangenen Jahr zwar stark beeinträchtigt. Für 2010 rechnet der Verband aber wieder mit einer leichten Erholung auf dem Markt.
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