Deutsche Rentenversicherung Bund

Rentenversicherungsträger schaffen mehr Transparenz in der Altersvorsorge

Berlin (ots) - Mit der Einführung der Renteninformation bieten die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung ihren Versicherten einen neuen Service. Alle Versicherten sollen so früh wie möglich eine neutrale Planungsgrundlage für ihre persönliche Altersvorsorge erhalten. Am 1. Juni startet die gesetzliche Rentenversicherung einen neuen Service für ihre Versicherten: die Renteninformation. Sie ist Teil eines umfassenden Serviceangebotes, das die Rentenversicherungsträger ihren Versicherten zur Verfügung stellen. Der neue Service informiert sie über den aktuellen Stand des Rentenversicherungskontos und über die Ansprüche, die ihnen aus der Rentenversicherung zustehen, einschließlich einer Hochrechnung über die Höhe ihrer voraussichtlichen Altersrente. Außerdem erfahren die Versicherten jährlich, wie sich die weiteren Beiträge auf ihren Anspruch ausgewirkt haben. "Mit dieser Information über die gesetzliche Rente soll dem Versicherten auch eine Grundlage für die Planung einer zusätzlichen privaten oder betrieblichen Altersvorsorge geboten werden", so Prof. Dr. Franz Ruland, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR). Die Renteninformation war ein Vorschlag der Rentenversicherungsträger, den der Gesetzgeber bei der jüngsten Rentenreform aufgegriffen hat. Informiert werden alle Versicherten, die das 27. Lebensjahr überschritten und fünf Jahre lang Beiträge gezahlt haben. Mit dem Versand der Renteninformation soll dem Gesetz nach ab dem Jahr 2004 begonnen werden. Die Rentenversicherungsträger machen aber von der Möglichkeit Gebrauch, damit schon vorher in einer Pilotphase zu beginnen. Ab Juni 2002 werden die Versicherten erstmals ihre Renteninformation erhalten. Damit wird der neue Service allen Versicherten so früh wie möglich zur Verfügung gestellt. Nicht alle Versicherten werden die Renteninformation aber schon im Jahr 2002 erhalten können. Rund 42 Millionen Renteninformationen zu erstellen und zu versenden ist für die Rentenversicherungsträger eine große logistische Herausforderung. "Alle Renteninformationen noch im Jahr 2002 zu versenden, würde bedeuten, dass vom 1. Juni an pro Tag etwa 320.000 persönliche Renteninformationen erstellt und verschickt werden müssten", so Ruland. Deshalb kann der Erstversand der Renteninformation in der Einführungsphase von 2002 bis 2004 nur schrittweise erfolgen. Ein Sechstel der Versicherten - das sind immerhin fast sieben Millionen Personen - soll die Renteninformation noch in diesem Jahr erhalten, zwei Sechstel im nächsten Jahr und drei Sechstel im Jahr 2004. Ab dem Jahr 2005 bekommen dann alle 42 Millionen Versicherten einmal jährlich ihre aktuelle Renteninformation. Das sind dann je Arbeitstag über 160.000. Die Rentenversicherungsträger werden bei der Auswahl der Versichertenjahrgänge, die zu Beginn der Pilotphase eine Renteninformation erhalten, unterschiedlich verfahren. Die einen beginnen mit den jüngeren Jahrgängen, andere mit älteren Jahrgängen. "Mit der Einführung der Renteninformation soll die kundenorientierte Betreuung unserer Versicherten weiter verbessert werden", sagt Direktor Klaus Michaelis, Mitglied der Geschäftsführung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). "Wir haben daher die Informationen so verständlich wie möglich und so umfassend wie nötig gestaltet." Allerdings handelt es sich bei der hochgerechneten Altersrente nur um eine Prognose, die nicht mit der tatsächlichen Höhe der zukünftigen Altersrente gleichzusetzen ist, denn sie beruht auf Annahmen, die sich in der Zukunft ändern können. "Unserer Hochrechnung legen wir in jedem Einzelfall die Erwerbssituation der letzten fünf Kalenderjahre zugrunde, und die Dynamisierung der aktuellen Werte beruht auf modellhaften Annahmen. Allerdings wird die Renteninformation ab 2005 jährlich aktualisiert, so dass auch die Prognosen den veränderten Umständen immer neu angepasst werden", erklärt Michaelis. Die Renteninformation fügt sich als ein zentraler Baustein in ein umfassendes Serviceangebot der Rentenversicherungsträger ein. Ihre Einführung wird in den kommenden Monaten mit einer aktiven Aufklärungs- und Informationsarbeit begleitet. Den Versicherten stehen eigens eingerichtete, bundesweite Service-Nummern zur Verfügung; alle wichtigen Informationen sind in einer Broschüre zusammengefasst und stehen auch im Internet unter www.renteninfo-online.de zur Verfügung. "Wer Information und Beratung zur Renteninformation sucht, kann natürlich auch auf unser flächendeckendes Servicenetz vertrauen", so Heiner Horsch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Landesversicherungsanstalt Rheinprovinz. "In den Service- und Beratungsstellen aller Rentenversicherungsträger stehen wir unseren Kunden für alle Fragen rund um die Altersvorsorge zur Verfügung." Die Broschüre "Die Renteninformation - Fragen und Antworten" ist erhältlich in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), den Landesversicherungsanstalten, der Bundesknappschaft, der Bahnversicherungsanstalt und der Seekasse. Die bundesweiten Info-Hotlines sind ab dem 21. Mai 2002 gebührenfrei unter den folgenden Telefonnummern erreichbar: 0800 / 3 33 19 19 (Bundesversicherungsanstalt für Angestellte) 0800 / 3 34 44 77 (Landesversicherungsanstalten, Bundesknappschaft, Bahnversicherungsanstalt und Seekasse) ots Originaltext: Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Pressekontakt: Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) Dr. Dirk von der Heide Albrechtstraße 10 c 10117 Berlin Tel.: 030 - 28 88 65 - 11 Fax: 030 - 28 88 65 - 10 E-Mail: dirk.heide@vdr.de Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) Rainer Helbing Ruhrstraße 2 10709 Berlin Tel.: 030 - 865 - 24761 Fax: 030 - 865 - 27379 E-Mail: rainer.helbing@bfa-berlin.de Die Inhalte der Pressemappe stehen Ihnen auch online zu Verfügung, unter www.renteninfo-online.de. Original-Content von: Deutsche Rentenversicherung Bund, übermittelt durch news aktuell

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