Deutsche Rentenversicherung Bund

Dr. Rudolf Kolb 75 Jahre alt
Der ehemalige Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR), Frankfurt/Main, Dr. Rudolf Kolb, vollendet am 19. April 2002 sein 75. Lebensjahr

Kolb, gebürtiger Franke, hat von 1947-1954 Rechts-, Staats- und Wirtschaftswissenschaften studiert und im Dezember 1954 seine wissenschaftliche Ausbildung mit der Promotion abgeschlossen. Nach kurzer Tätigkeit bei der Industrie- und Handelskammer Bayreuth trat er im Januar 1955 in die Dienste der Landesversicherungsanstalt Oberfranken und Mittelfranken in Bayreuth ein. Im März 1965 wechselte er als Mitglied der Geschäftsführung zur Landesversicherungsanstalt Oberbayern in München, deren Vorsitzender er im Februar 1967 wurde. Seit Juli 1973 bis zu seinem 65. Geburtstag im Jahr 1992 stand Kolb als Geschäftsführer dem VDR, der Dachorganisation der 26 Träger der gesetzlichen Rentenversicherung in Deutschland, vor. Er hat in seiner 19-jährigen Amtszeit hohe Verdienste um die Rentenversicherung und ihren Verband erworben. Daran sei aus Anlass seines 75. Geburtstages erinnert. Kolb hat fast drei Jahrzehnte in leitender Funktion die Entwicklung der Rentenversicherung und wichtige Reformvorhaben maßgeblich mitgestaltet. Seine fachliche Kompetenz auf dem Gebiet des Sozialrechts und seine Kenntnis der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge machten ihn zu einem gefragten Gesprächspartner und Ratgeber aller Bundesregierungen und der Sozialpartner. An der Vorbereitung der großen Rentenreformen der damaligen Zeit war Kolb wesentlich beteiligt. So wurde er 1975 in die Sachverständigenkommission zur Erarbeitung eines Sozialgesetzbuches, 1977 in die Sachverständigenkommission für die soziale Sicherung der Frau und der Hinterbliebenen und 1981 in die Sachverständigenkommission Alterssicherungssysteme berufen. Die Rentenreform 1989 wurde durch eine verbandsinterne Kommission vorbereitet. Ihr Ergebnis hat entscheidend dazu beigetragen, dass diese Rentenreform trotz ihrer einschneidenden Maßnahmen im Konsens von Regierung und Opposition verabschiedet werden konnte. Nachdem am 9. November 1989 die Berliner Mauer gefallen war, hat Kolb maßgeblich zur Vereinheitlichung der beiden deutschen Rentensysteme beigetragen. Unvergessen ist sein persönlicher Einsatz bei der Gründung und dem Aufbau der fünf Landesversicherungsanstalten in den neuen Bundesländern. Ein weiterer Schwerpunkt der Aktivitäten von Rudolf Kolb waren der Einsatz von Technik und Automation in der Verwaltung, insbesondere der elektronischen Datenverarbeitung, ohne die ein Funktionieren der Rentenversicherung nicht mehr denkbar wäre. Seinem Einsatz ist es zu verdanken, dass die Datenstelle der gesetzlichen Rentenversicherung in Würzburg zügig und effektiv ihre koordinierende Arbeit aufnehmen konnte. Während seiner Amtszeit wurde die Würzburger Dienststelle mit drei Bauabschnitten erweitert und um eine Ausbildungsstätte der Rentenversicherung ergänzt. In Anerkennung seines umfangreichen beruflichen Wirkens ist Kolb 1971 das Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 1981 das Verdienstkreuz Erster Klasse und 1987 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen worden. Zu seinem Abschied wurde ihm vom damaligen Bundesarbeitsminister Norbert Blüm der Stern zum Großen Verdienstkreuz verliehen. Die Rentenversicherung und ihr Verband danken Rudolf Kolb aus Anlass seines 75. Geburtstages für seinen unermüdlichen Einsatz. ots Originaltext: VDR Verband Deutscher Rentenversicherungsträger Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Redaktion: Dr. Dirk von der Heide (verantw. Büro Berlin) Telefon: (030) 28 88 65 - 11 Telefax: (030) 28 88 65 - 10 E-Mail: buero.berlin@vdr.de Andreas Polster (Büro Frankfurt/Main) Telefon: (069) 15 22 - 279 Telefax: (069) 15 22 - 310 E-Mail: pressestelle@vdr.de Original-Content von: Deutsche Rentenversicherung Bund, übermittelt durch news aktuell

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