Flutkatastrophe in Asien – Hilfe zur Selbsthilfe

Andheri-Hilfe mit regionaler Selbsthilfe-Initiative

    Bonn, 29. Dezember 2004 Nach dem Seebeben in Südasien stellt die Andheri-Hilfe vorab 100.000 Euro als Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung. Die Andheri-Hilfe hat sich seit nahezu 40 Jahren auf Entwicklungszusammenarbeit mit Indien und Bangladesch spezialisiert. Hier unterstützt sie derzeit ca. 400 Projekte, unter anderem auch an der Südküste Indiens. Dort hat die Flutwelle vom 26. Dezember 2004 unermessliche Schäden angerichtet: „Das Meer war immer unser Freund. Wir haben gelebt vom Meer. Jetzt hat es uns Tod und Vernichtung gebracht“, so ein Fischer in Kanyakumari, an der Südküste Indiens. Dort, wo vor wenigen Tagen noch ganze Dörfer standen, finden sich jetzt nur noch ein paar Trümmer. Gespenstig wirkt die menschenleere Szenerie. Die Überlebenden der Flutwelle vom 26. Dezember haben sich in höher gelegene Gebiete geflüchtet. Sie stehen unter Schock. Kinder haben ihre Eltern verloren, Eltern ihre Kinder. Keine Familie, die nicht auseinander gerissen wurde. „Ich habe mit meinen Freunden am Strand gespielt. Plötzlich kam das Wasser. Jetzt sind alle meine Freunde weg!“, erzählt weinend ein kleines Mädchen, das wie durch ein Wunder überlebt hat, dem Andheri-Hilfe Vertreter. Die Existenzgrundlage dieser Fischerfamilien, ihre kleinen Boote und Netze, alles hat die Flut mitgerissen. Die Menschen stehen buchstäblich vor dem Nichts. Um nur ein Dorf heraus zu greifen: In Kottilpadu schätzt man bislang 250 Tote. 500 Häuser wurden zerstört, die wenigen Habseligkeiten der Familien hat die Flut verschlungen. 400 Fischer haben ihre Boote und Netze verloren.

    Erste Hilfe ist angelaufen. Nicht nur von großen internationalen Organisationen und Regierungen, ganz selbstverständlich haben die Bewohner der Nachbardörfer Kleidung, Nahrungsmittel und Decken zur Verfügung gestellt. Die Verteilung läuft.

    Die Andheri-Hilfe leistet dringend notwendige Unterstützung zur Wiederherstellung der Lebensgrundlage der Menschen. Die Fischer z.B. brauchen schnellstmöglich neue Boote und Netze, um wieder den Lebensunterhalt für ihre Familien erarbeiten zu können. 100.000 Euro hat die Andheri-Hilfe im Vertrauen auf ihre Spender vorab zugesagt.

    Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. (www.andheri-hilfe.de) ist eine freie, unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. Sie wurde 1967 von der Religionslehrerin Rosi Gollmann begründet, um 400 Findelkindern in Andheri, einem Vorort von Bombay, zu helfen. Heute unterstützt die Andheri-Hilfe, der vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) das Spendensiegel als Zeichen geprüfter Seriosität und Spendenwürdigkeit zuerkannt wurde, mehr als 400 Projekte. Der Schwerpunkt liegt auf der „Hilfe zur Selbsthilfe“.

Andheri-Hilfe Spendenkonto Kontonummer 40 006, Sparkasse Bonn (BLZ 380 500 00) Stichwort „Seebeben“

ots-Originaltext: Andheri-Hilfe Bonn e.V.

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Weitere Informationen: Andheri-Hilfe Bonn e.V., Mackestr. 53,
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