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Wenn der Nager an der Photovoltaikanlage knabbert ...

München (ots) -

   - Immer mehr Privathaushalte produzieren ihren eigenen Solarstrom 
   - Schäden an Anlagen sind jedoch in Wohngebäudeversicherung nicht 
     automatisch mitversichert 
   - Vergleichsrechner von FinanceScout24 informiert über
     Leistungsumfang der Policen

   Es ist eine für das Weltklima rundum positive Nachricht: Der 
Anteil an Solarstrom, der durch Photovoltaikanlagen ins deutsche 
Stromnetz eingespeist wurde, hat sich 2008 um 68 Prozent erhöht. Im 
vergangenen Jahr, für das die endgültigen Zahlen noch nicht 
vorliegen, dürfte der Zuwachs ähnlich hoch ausfallen, erwarten 
Experten. Die von Privathaushalten erwirtschaftete Elektrizität wird 
damit zu einem immer wichtigeren Faktor bei der Stromversorgung. 
Bayern etwa speiste 2008 einen Solarstromanteil von immerhin 2,38 
Prozent ins Netz ein und führt damit bundesweit bei der Produktion 
von Strom aus Sonnenenergie. 

Hausherren sollten jedoch einige Punkte beachten, damit sich die Solaranlage auf dem Dach nicht nur für die Umwelt, sondern auch für den eigenen Geldbeutel rechnet. So sind Photovoltaikanlagen zwar für ihre technische Zuverlässigkeit bekannt. Doch zu Schäden durch Nagetierverbiss oder Schmorschäden kommt es immer wieder. Wichtig ist deshalb zunächst, dass ein Fachmann die Anlage installiert. Das mindert das Schadensrisiko, kann es aber nicht vollständig ausschließen. Ein Ausfall der Anlage, der die Stromerzeugung lahm legt, würde jedoch die Einspeisevergütung und damit die Wirtschaftlichkeit der Anlage gefährden.

"Davor schützen können sich Haus- und Wohnungseigentümer mit einer Photovoltaikanlagenversicherung, denn die Wohngebäude-Police deckt Schäden an PV-Anlagen nicht automatisch ab", erklärt Volker Tietz, Head of Product und Website des unabhängigen Verbraucher- und Vergleichsportals FinanceScout24. Kleinere Solaranlagen sind zwar bis zu bestimmten Höchstbeträgen meist in der bestehenden Gebäudeversicherung mitversichert. Und bei einigen Versicherern kann die PV-Anlage gegen einen Aufpreis auch in die Wohngebäude-Police aufgenommen werden. "Wer Kostentransparenz wünscht, sollte besser eine separate PV-Versicherung abschließen", rät Tietz. Die jährlichen Kosten für eine solche PV-Police belaufen sich im Schnitt auf nicht mehr als ein Prozent der Gesamtinvestition.

Übrigens müssen Hausherren, die ihr Heim mit einer PV-Anlage nachrüsten, den dann höheren Gebäudewert ihrer Wohngebäudeversicherung nachmelden. Ansonsten besteht die Gefahr der Unterversicherung. Aber auch dann sind die Kollektoren nur gegen die Klassiker Feuer, Blitzschlag, Sturm und Hagel versichert. Eine eigenständige PV-Versicherung entschädigt dagegen je nach Vertragsumfang auch für Schäden durch Bedienungsfehler, Vandalismus, Diebstahl, Sabotage, Überspannung im Stromnetz, Kurzschluss und Marderbiss an Strom führenden Leitungen. Im Schadenfall ersetzt werden auch Aufräum- und Entsorgungskosten, Maurerarbeiten sowie Kosten für Gerüste und Arbeitsbühnen. Bei Schäden durch Konstruktions-, Material- und Ausführungsfehler springt der Versicherer ebenfalls ein.

"Zum Schluss sollte noch geklärt werden, ob die gewünschte PV-Versicherung einen Haftpflichtschutz enthält", empfiehlt FinanceScout24-Produktexperte Tietz. "Dann ist man finanziell auf der sicheren Seite, falls ein Solarmodul beim Sturm vom Dach geweht wird und auf ein parkendes Auto stürzt." Bevor ein eigener Haftpflichtschutz für die Solaranlage abgeschlossen wird, sollte man allerdings prüfen, ob und inwieweit bereits Schutz in der Privathaftpflicht oder in der Haus- und Grundstückseigentümer-Haftpflicht besteht.

Über Preise und Leistungsumfang verschiedener Wohngebäudeversicherungen informiert der Vergleichsrechner von FinanceScout24.

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