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Zinsfenster für Ratenkredite beginnt sich zu schließen

München (ots) -

   - Analyse von FinanceScout24 zeigt: Zinsen für Ratenkredite sind 
     im Januar erstmals seit sechs Monaten wieder gestiegen 
   - Banken erwarten steigende Ausfallrisiken und treffen deshalb
     Vorsorge 
   - Verbraucher sollten sich vor der Zinswende attraktive 
     Konditionen sichern 

Die Zeiten, in denen Konsumentenkredite zu historisch niedrigen Zinsen zu haben waren, neigen sich dem Ende zu. Zu diesem Ergebnis kommt FinanceScout24. Das unabhängige Verbraucher- und Vergleichsportal hat hierfür Tausende von Ratenkrediten analysiert, die zwischen Juli 2009 und Januar 2010 von Banken vergeben worden sind. Über alle Laufzeiten hinweg (12 bis 120 Monate) stieg der Effektivzins von 6,66 % im Dezember 2009 auf 7,01 % im Januar 2010, nachdem er in den Monaten zuvor gefallen war. Für Darlehen mit 36 Monaten Laufzeit mussten im Januar im Durchschnitt 6,45 % (Dezember: 6,20 %) bezahlt werden, bei den Krediten mit 60 Monaten Laufzeit stieg das Zinsniveau von 6,49 % (Dezember) auf 7,05 % (Januar). Basis der Untersuchung waren die Zinssätze der tatsächlich zustande gekommenen Kredit-Verträge in dieser Zeit, nicht die Angebote, mit denen die Banken um Kunden werben.

Einer der Gründe für die wieder höheren Zinsen sind für FinanceScout24-Geschäftsführer Dr. Errit Schlossberger die höheren Ausfallrisiken der Kredite vor dem Hintergrund von Kurzarbeit und steigender Arbeitslosigkeit. Allerdings müssen sich die Banken laut der Kreditauskunftei Schufa derzeit noch keine Sorgen um die Rückzahlung ihrer Kredite machen: Die Ausfälle seien 2009 nur um 7 % gestiegen, womit der Ausfall-Anteil weiterhin im langjährigen Mittel von 2,5 % aller vergebenen Kredite liege. "Das böse Erwachen könnte jedoch noch kommen", warnt Schlossberger. "Denn Ausfälle erreichen erst 15 Monate nach der Aufnahme ihren Höhepunkt. Auch Arbeitslose kommen im Schnitt erst neun Monate nach ihrer Entlassung in finanzielle Schwierigkeiten. Dieser Nachlaufeffekt wird von den Banken bei der Kreditvergabe jetzt vermehrt eingepreist."

Besonders gefährdet, so Schlossberger, seien Verbraucher, die im vergangenen Jahr unbedingt von der Abwrackprämie profitieren wollten und deshalb für den Kauf eines Neuwagens einen hohen Ratenkredit aufgenommen hätten, den sie sich eigentlich nicht leisten konnten. Tatsächlich hatten deutsche Verbraucher laut Schufa auch in der Wirtschaftskrise munter auf Pump gekauft. Allein die Abwrackprämie ließ die Zahl der Konsumentenkredite 2009 um 10 % steigen. Inzwischen pendelt sich der Wert wieder auf dem Niveau von 2008 ein. Auch im vierten Quartal des Vorjahres, also nach dem Auslaufen der Abwrackprämie, war die Zahl der neu abgeschlossenen Ratenkredite nur um 4 % unter dem Vorjahresniveau geblieben.

Signale für eine Zinswende hatten auch Ernst&Young bei einer Umfrage unter Kreditinstituten im Januar ausgemacht: 39 % der befragten Banker rechneten mit höheren Kreditzinsen, nur 7 % erwarteten fallende Zinsen. 57 % der Befragten stellten sich auf steigende Kreditausfälle ein. Allerdings waren es ein halbes Jahr zuvor - inmitten der Krise - noch 70 %. Schlossberger hierzu: "Wer über größere Anschaffungen nachdenkt, sollte nicht zu lange warten. Wenn sich die Wirtschaft weiter erholt, werden die Notenbanken im zweiten Halbjahr die Leitzinsen allmählich erhöhen. Steigende Kreditzinsen sind dann programmiert."

Im Übrigen sei es nicht zutreffend, so Schlossberger, dass sich Verbraucher mit Ratenkrediten primär Konsumwünsche wie zum Beispiel eine Urlaubsreise finanzierten. Noch nicht einmal ein Prozent der Kunden hatten dies als Grund für ihren Kreditwunsch angekreuzt. Auch Möbel oder Unterhaltungselektronik würden eher selten auf Pump finanziert. Dagegen stehe die Umschuldung eines bestehenden Kredits oder der Autokauf mithilfe eines Ratenkredits weiter hoch im Kurs. Und das könne durchaus sinnvoll sein, erläutert der FinanceScout24-Chef: "Bei Barzahlung eines Wagens winken seit dem Auslaufen der Abwrackprämie noch höhere Rabatte. Der Barkauf mithilfe eines Ratenkredits ist häufig günstiger als ein Finanzierungsangebot des Händlers oder der Autobank. Auch sollte jeder, der im vergangenen Jahr einen Autokredit bei einem Händler abgeschlossen hat, prüfen, ob er diesen nicht zu günstigeren Konditionen ablösen kann."

Hintergrund: FinanceScout24 kann die Analyse in dieser Form durchführen, weil FinanceScout24 als einziges Online-Vergleichsportal seit mehr als einem Jahr eine Schnittstelle zu verschiedenen Top-Banken einsetzt, die dem Kunden mit nur einer Dateneingabe die anonyme Kreditprüfung von mehreren Banken gleichzeitig und zeitgleich ermöglicht. Realtime erhält der Kunde schließlich verbindliche Zinskonditionen. Die Angebote kann der Kunde dann per PDF downloaden und im Post-Ident-Verfahren bei seiner ausgewählten Bank einreichen.

Über FinanceScout24:

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