Zeitarbeit auch aus Bewerberperspektive attraktiv Experten äußern sich in der aktuellen WOMAN-Ausgabe
Überraschende Ergebnisse

    Hamburg (ots) - Zeitarbeit klingt nach einem sehr arbeitgeberfreundlichem Prinzip: Die Firmen machen es sich leicht und betrachten Angestellte als austauschbare Arbeitskräfte. Aber auch aus Bewerberperspektive kann Zeitarbeit sehr attraktiv sein, dazu äußern sich Experten in der aktuellen Ausgabe der Frauenzeitschrift WOMAN (ab morgen im Handel).

    Mehr als 12.000 neue Arbeitsplätze will er schaffen, sagt Uwe Beyer, Deutschland-Chef des Zeitarbeitsunternehmens Adecco. "Schon im Januar dieses Jahres hatten wir ein Wachstum von knapp 30 Prozent." Damit ist Adecco keine Ausnahme. Die Zeitarbeitsbranche boomt, die Zahl der dort Beschäftigten hat sich in den vergangenen 26 Jahren mehr als verzehnfacht: von 47.000 im Juni 1980 auf 598.000 im Juni 2006.

    "Zeitarbeit hatte lange eher ein Schmuddel-Image", sagt Jasminka Herrmann von der Personalvermittlung AZ GmbH in Berlin. "Es herrschte das Vorurteil, und nicht immer zu Unrecht, dass Leute zu Dumpinglöhnen eingekauft und an andere Firmen weitervermittelt werden." Inzwischen ist dieses Image aber längst überholt. "Es gibt Tarifverträge und feste Gesetzgebungen. Und es werden auch längst nicht mehr nur Arbeitskräfte für Produktionsberufe vermittelt, Zeitarbeit bedient mittlerweile alle Branchen." Und Sylvia Knecht von der DIS AG weist auf eine ganz wesentliche neue Entwicklung hin: "Zeitarbeit ist kein konjunkturelles Thema mehr, sondern ist zu einem strukturellen geworden." Sprich: Firmen holen sich Zeitarbeiter nicht nur in Stoßzeiten für ein paar Wochen, sie zählen für länger auf sie.

    Zeitarbeit ist eindeutig mehr als nur eine Alternative zur Arbeitslosigkeit. Wer flexibel ist und sich darauf einlässt, der wird in vielen Fällen auch belohnt: mit Berufserfahrung für den Lebenslauf oder sogar, im besten Fall, mit einer Festanstellung. "Bei uns liegt die Übernahmequote sogar bei mehr als 70 Prozent", bestätigt Jasminka Herrmann. Und Sylvia Knecht von der DIS AG, einem Vermittler speziell für Fach- und Führungskräfte, ergänzt: "Ob Architektinnen, Biologinnen, Marketingspezialisten, selbst Geisteswissenschaftlerinnen - wer sich bei uns mit mehreren Jahren Berufserfahrung vorstellt, dem vermitteln wir mit fast 100-prozentiger Sicherheit eine Stelle, und die Übernahmequote liegt bei 40 Prozent." Gerade für Frauen, die nach der Babypause wieder ins Berufsleben einsteigen oder vielleicht auch nur Teilzeit arbeiten wollen, sei Zeitarbeit sehr attraktiv geworden, betont Uwe Beyer. Von den mehr als 20.000 Angestellten seiner Firma Adecco in Deutschland seien 40 Prozent weiblich.

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Hamburg, 5. März 2007

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