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Bei Gicht: Bier und Fleisch besser nur in Maßen genießen
Grillspaß statt Gichtanfall

Nach einem ausgiebigen Grillabend kann für Gicht-Patienten ein akuter Gichtanfall folgen. Bewusstes Genießen kann das verhindern. Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/50406 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Berlin-Chemie AG/Juice Images"

Berlin (ots) - Der Geruch von frisch Gegrilltem erfüllt die Luft, fröhliches Gelächter dringt von den Balkonen, dazu hin und wieder das Ploppen von Bierflaschen - ganz klar: Sommerzeit ist Grillzeit. Denn was gibt es Schöneres, als mit Familie oder Freunden im Grünen um den Grill zusammenzukommen und dabei am besten passend zum Internationalen Tag des Bieres am 7. August dem goldenen Gerstensaft zu frönen? Schließlich gehören Bier und Grillen für viele unweigerlich zusammen. Jedoch folgt in der Nacht dann oft das böse Erwachen: Als Folge von zu viel Fleisch und Bier kann nämlich ein schmerzhafter Gichtanfall drohen.

Ob Bratwurst, Steak oder Speck - auf den meisten Grills landet noch immer Fleisch. Und während der Rollbraten oft auch noch eine Bierdusche erhält, damit die Kruste besonders lecker wird, wird dazu auch das ein oder andere Bier getrunken. Doch viele wissen nicht, dass sie damit zu viele Purine zu sich nehmen. Warum das so gefährlich ist? Purine aus der Nahrung werden im Körper zu Harnsäure abgebaut. Das bedeutet, dass der Harnsäurespiegel nach dem Genuss von purinreichen Nahrungsmitteln in die Höhe schießen kann. So kommen bei einem Grillabend mit drei Hefeweizen über den Abend verteilt, zwei Bratwürsten mit Ketchup, einem Steak und etwas Nudelsalat beispielsweise fast 1.150 mg Harnsäure zusammen. Dabei sollten Gicht-Patienten täglich nicht mehr als 500 mg Harnsäure über die Nahrung zu sich nehmen.

Hoher Harnsäure-Gehalt im Blut kann Gichtanfall auslösen

So ist es nicht verwunderlich, dass Gicht-Patienten häufig noch am selben Abend einen schmerzhaften Gichtanfall erleiden. Schließlich ist ihr Harnsäurespiegel ohnehin dauerhaft erhöht und steigt durch die falsche Ernährung zusätzlich an.

Um weiteren Gichtanfällen und auch Folgeerkrankungen an Herz und Nieren vorzubeugen, sollten Gicht-Patienten deshalb ihren Harnsäurespiegel im Blick behalten und diesen gegebenenfalls auch mit harnsäuresenkenden Medikamenten unter den Zielwert von 6 mg/dl (360 µmol/l) senken. Denn oft reicht eine Ernährungsumstellung allein nicht aus, auch wenn der Verzicht auf zu viel Fleisch und Alkohol helfen kann.

Bier lieber nur in Maßen

Bier ist übrigens nicht nur wegen der Purine keine gute Wahl für Gicht-Patienten. Der darin enthaltene Alkohol hat ebenfalls einen negativen Einfluss auf den Harnsäurespiegel, weil er die Ausscheidung der Harnsäure über die Nieren vermindert. Wer jetzt jedoch denkt, dass die alkoholfreie Variante die richtige Wahl ist, der irrt: Während ein halber Liter normales Bier mit durchschnittlich 20 mg Purinen aufwartet, enthält die gleiche Menge in der alkoholfreien Variante immer noch im Schnitt 15 mg. Übrigens sollten auch Softdrinks und konzentrierte Fruchtsäfte (Smoothies) vermieden werden: Diese können den Harnsäurespiegel wegen der darin enthaltenen Fruktose ebenfalls in die Höhe schnellen lassen. Deshalb gilt auch hier: Genuss in Maßen ist angesagt.

Auf die Purin-Zufuhr achten

Wer das auch beim Grillen beherzigt, muss sich nicht in Verzicht üben. So kann eine kleinere Menge Fleisch zum Beispiel durch gegrillten Fetakäse oder eine Folienkartoffel ergänzt werden. Die vegetarischen Äquivalente, wie gegrillte Maiskolben oder Gemüsespieße, sind ebenfalls eine leckere und purinarme Alternative.

Wer seinen Harnsäurespiegel das ganze Jahr über unter dem Zielwert von 6 mg/dl bzw. 360 µmol/l hält und sich purin- und fruktosearm ernährt, kann auch im Sommer mal der Grillsaison frönen. Allerdings sollten Gicht-Patienten auf die Portionsgrößen achten, purinarme Beilagen essen und beim Grillen nicht zu Alkohol und Softdrinks greifen. Dann hat der gemütliche Grillabend auch kein böses Nachspiel.

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