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Lübecker Nachrichten: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren gegen Polizistin ein

    Lübeck (ots) - Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat das Ermittlungsverfahren gegen eine Polizistin wegen des Verdachts der unterlassenen Hilfeleistung im Fall des getöteten Jungen Marko eingestellt. Das berichten die Lübecker Nachrichten (Donnerstag-Ausgabe). Der achtjährige Marko war im Mai 2008 von seiner 46-jährigen Mutter Uta G. betäubt und ertränkt worden, anschließend versuchte die Frau vergeblich, sich das Leben zu nehmen. Der Polizistin war vorgeworfen worden, am Tatabend nach einem Anruf einer Bekannten der Mutter falsch reagiert zu haben. Die Anruferin hatte sich besorgt um die 46-Jährige gezeigt - die Polizistin aber hatte keinen Streifenwagen losgeschickt, sondern der Frau empfohlen, selbst in der Wohnung ihrer Bekannten nach dem Rechten zu sehen. Die Ermittlungen hätten ergeben, dass die Anruferin am Telefon lediglich vor einem möglichen Selbstmord, nicht aber vor einer konkreten Gefahr für das Kind gewarnt habe, sagte Oberstaatsanwalt Klaus-Dieter Schultz dem Blatt.  "Es gibt keinen Hinweis dafür, dass die Beamtin mitverantwortlich für den Tod des Jungen war", sagte Schultz. Uta G. war im November 2008 wegen Totschlags zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

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