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Thüringen: Mietpreisanstieg in Ballungsräumen verlangsamt sich - Angebotsmieten in ländlicheren Regionen ziehen an

Thüringen: Mietpreisanstieg in Ballungsräumen verlangsamt sich - Angebotsmieten in ländlicheren Regionen ziehen an Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/50233 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Immonet.de"

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Hamburg (ots) - Ein Blick auf die Angebotsmieten in Thüringen zeigt: In den drei größten Städten des Bundeslandes müssen Bewohner für ihre Miete tief in die Tasche greifen. Aber: Der Mietpreisanstieg verlangsamt sich in den Ballungszentren. So sind im vergangenen Jahr beispielsweise in Jena die Mieten sogar um rund vier Prozent gesunken.

Aktuell diskutiert ganz Deutschland die von der Politik beschlossene Mietpreisbremse. Es ist nichts Neues, das in einigen Regionen Deutschlands Wohnraum knapp und teuer ist. Gerade in den Ballungszentren sind die Mieten hoch. Doch wie sieht es in anderen Regionen aus? Das Immobilienportal Immonet hat die Entwicklung der Angebotsmieten in Thüringen analysiert. Das Ergebnis: Die Angebotsmieten für Wohnungen zwischen 60 und 120 Quadratmeter lagen hier per Ende 2013 im Schnitt bei 5,50 Euro. Das ist, im Vergleich zum Vorjahr, ein Anstieg von rund einem Prozent. Zum Vergleich: Der Bundesdurchschnitt stieg im selben Zeitraum um rund 3,2 Prozent auf aktuell 6,53 Euro für den Quadratmeter. Besonders auffällig dabei ist, dass die Leerstandsquote laut Zensus 2011 in Thüringen bei knapp sieben Prozent und damit über dem Bundesdurchschnitt mit gerade einmal gut vier Prozent liegt.

Die höchsten Mieten müssen Einwohner der kreisfreien Städte Jena, Weimar und Erfurt zahlen. Spitzenreiter mit einem Quadratmeterpreis von etwa 8,40 Euro ist dabei Jena, gefolgt von Weimar (7,30 Euro) und Erfurt (6,80 Euro). Die drei Regionen sind wichtige Industrie- und Universitätsstandorte Thüringens, was sich auch in den Leerstandsquoten zeigt: In allen drei Städten pendelt diese laut Zensus 2011 um, oder sogar deutlich unter dem bundesdeutschen Mittel von 4,4 Prozent. Allerdings zeigt sich in den Städten, dass sich die Dynamik, mit der die Mietpreise in den teureren Städten steigen, abschwächt. So sind beispielsweise in Jena die Mieten im vergangenen Jahr sogar um gut vier Prozent gesunken.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich in den ländlicheren Kreisen: Die Nachfrage nach Wohnraum scheint hier weniger ausgeprägt. So pendelt sich der Quadratmeterpreis in den meisten Landkreisen im Schnitt bei fünf Euro ein. Auffällig: Trotz der niedrigen Angebotsmieten verzeichnen einzelne Landkreise zweistellige Werte bei der Teuerungsrate. Im Kreis Saalfeld-Rudolstadt stiegen die Mieten im vergangenen Jahr um rund 12 Prozent auf 5,36 Euro und im Kreis Eichsfeld um gut 11 Prozent auf 5,31 Euro. Am günstigsten wohnen Mieter derzeit im Kreis Greiz. Hier kostet der Quadratmeter rund 4,40 Euro.

Über die Auswertung

Quelle: Immonet GmbH. Datenbasis für die Berechnung der durchschnittlichen Angebotspreise waren die von Ende Dezember 2012 und Ende Dezember 2013 auf immonet.de inserierten Angebote bei Wohnungen zwischen 60 und 120 Quadratmeter. Die Mietpreise sind Netto-Kaltmieten bei Neuvermietung für unmöblierte Wohnungen.

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