BVSE Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.

bvse befürwortet die Einführung einer Wertstofftonne

Bonn (ots) - "Wir wollen die flächendeckende Einführung der Wertstofftonne. Es ist sinnvoll neben den Verpackungsabfällen auch die stoffgleichen Nichtverpackungen mit zu erfassen und zu verwerten", das machte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) Eric Rehbock anlässlich der heutigen Anhörung des Bundesumweltministeriums zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes deutlich.

Dabei sei sicherzustellen, dass die Einführung der Wertstofftonne nicht dazu führe, dass wenige Konzerne den Markt unter sich aufteilen. Daher biete sich eine kommunale Ausschreibung an. So könne durch kleinteilige, dezentrale Ausschreibungen die angemessene Beteiligung des Mittelstandes gewährleistet werden. Rehbock: "Eine "ausschreibungsfreie" inhouse-Vergabe durch die Kommunen muss jedoch gesetzlich ausgeschlossen werden."

Die Wertstofftonne stelle nicht nur die logische Weiterentwicklung des bislang erreichten Standards der Getrenntsammlung dar. Insbesondere im Bereich der Sammlung der Leichtverpackungen sei sie auch der einzig verbraucherfreundliche Ansatz. Mit ihr ließen sich nach Einschätzung des bvse insbesondere im Kunststoffbereich noch große Potenziale für das Recycling heben. "Wir gehen davon aus, dass bis zu 32 Prozent Kunststoffanteile zusätzlich verwertet werden können", erklärte Rehbock.

Gemeinsame Erfassung von Wertstoffen und Restmüll muss ausgeschlossen werden

Vorbedingung für eine hochwertige stoffliche Verwertung ist die saubere Erfassung der Materialien. Eine gemeinsame Erfassung mit Restmüll mit einer nachträglichen Sortierung führt zu signifikant schlechteren Ergebnissen in der Verwertungsschiene. Das hat eine Vielzahl von Versuchen und Gutachten erwiesen. "Hier ist die Verordnungsermächtigung nicht eindeutig. Das muss korrigiert werden", mahnt bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock.

Auch eine Miterfassung von Elektronikkleingeräten in der Wertstofftonne lehnt der bvse aus fachlichen Erwägungen ab. Zum einen stehe eine solche Lösung im Widerspruch zur umweltpolitischen Zielsetzung die Wiederverwendung von Altgeräten zu fördern. Zum anderen finde bei einer Erfassung von Elektrokleingeräten in einer Wertstofftone eine Verschleppung von Schadstoffen statt, da eine sichere Schadstoffentfrachtung nach der gemischten Erfassung nicht mehr möglich ist.

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