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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Bahn/EVG/Schlichtung

Stuttgart (ots) - EVG-Chef Alexander Kirchner ist seit Langem Vizechef des DB-Aufsichtsrats und im Konzern, anders als Claus Weselsky, immer gern gesehen. Die GDL ist der Störfaktor in diesem Machtgefüge. Es ist daher wenig überraschend, dass die EVG nun mit dem Konzern einen Tarifabschluss geschafft hat, auffällig pünktlich zum Beginn der Schlichtung mit der GDL und inklusive eines neuen Vertrags auch für die relativ wenigen bei der EVG organisierten Lokführer. Den Ton soll wieder die EVG angeben, die GDL den Abschluss gefälligst übernehmen, damit unterschiedliche Tarifverträge vermieden werden. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass dieser EVG-Abschluss die Schlichtung nicht erleichtert und die GDL erneut provoziert. Die Bahnspitze versucht offenkundig weiterhin die Quadratur des Kreises, wenn sie der EVG faktisch Tarifeinheit, der GDL aber einen eigenen Tarifvertrag zusagt. Das kann nicht gut gehen.

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