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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zum Fall Annegret R./Vierlingsgeburt

Stuttgart (ots) - Annegret R. wird die Reproduktionsmedizin nicht revolutionieren. Die Sorge, ihr könnten Tausende 65-Jährige mit 13 Kindern folgen, die Vierlinge wollen, ist nicht begründet. Vielleicht kann er, jenseits aller Kritik, ein Anlass sein, auf die Grenze zu schauen, die Annegret R. überschreitet. Diese könnte näher liegen als gedacht, denn sie ist fließend. Die Frau lebt letztlich brutal ein Konzept aus, das in seiner moderaten Ausprägung in dieser Gesellschaft äußerst positiv bewertet wird. Von ihm geht wachsender Druck auf das Individuum aus - sehr augenfällig, aber nicht allein beim Thema Kinderwunsch: die Nichtakzeptanz natürlicher, aber beeinflussbarer Grenzen, die Selbstoptimierung und Selbstverwirklichung um fast jeden Preis, den Sieg über das Schicksalhafte, das Nichtmachbare.

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