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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Thüringen/Ramelow/Linke

Stuttgart (ots) - Bodo Ramelow hat mit seiner Antrittsrede ein starkes Versöhnungszeichen gesetzt. Er bat die Stasi-Opfer, die unter der SED gelitten haben, um Entschuldigung. Spätestens in diesem Moment hätten seine Kritiker in der Union abrüsten sollen. Auch wer Verständnis dafür aufbringt, dass der Machtverlust in Thüringen nach 24 Jahren die Betroffenen schmerzt, auch wer die Linken aus ideologischen Gründen ablehnt oder der rot-rot-grünen Koalition misstraut: Demokratie ist Wechsel. Es ist respektlos und unsinnig, Ramelow als Top-Agenten einer Ex-Stasi-Connection zu verunglimpfen. Dass der CSU-Generalsekretär diesen Tag auch als eine Schande für das wiedervereinigte Deutschland bezeichnet, fällt auf ihn selbst zurück. Mit derart dumpfen Sprüchen wird die Union in der Auseinandersetzung mit der durch Ramelows Aufstieg an die Macht gestärkten Linkspartei wenig ausrichten.

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