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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Opec/Ölpreis

Stuttgart (ots) - Es wäre fahrlässig, das derzeitige Ölpreisniveau in die Zukunft fortzuschreiben - und sich etwa beim nächsten Autokauf für ein größeres und durstigeres Gefährt zu entscheiden, wo doch der Sprit so billig ist. Denn die schönen Zeiten für Kraftstoff- und Heizölkunden könnten schnell wieder vorbei sein. Schon beim nächsten Gewaltausbruch im Mittleren Osten könnten wichtige Förderanlagen in Mitleidenschaft gezogen werden. Auch an der Nachhaltigkeit des Schieferölbooms in den USA gibt es berechtigte Zweifel.

Klar ist, dass die zunehmende Nutzung schwer zugänglicher Vorkommen die Ölförderung mittel- bis langfristig deutlich verteuern wird. Vorher werden bereits die Folgen des gegenwärtigen Investitionsstaus in der Ölindustrie spürbar werden: Russland und andere große Förderländer, deren Wirtschaft von den Niedrigpreisen massiv gebeutelt wird, stecken weniger Geld in die Erschließung neuer Ölvorkommen, was sich in einigen Jahren in einem geringeren Angebot niederschlagen wird.

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