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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu USA/Spionageaffäre

Stuttgart (ots) - Wenn in einer Ehe der eine Partner den anderen durch einen Detektiv bespitzeln lässt, so würde man diese Beziehung wohl als zerrüttet bezeichnen. Wie ist das auf internationaler Ebene in der Beziehung zwischen Staaten, die angeblich in bester Partnerschaft miteinander verbündet sind? Wenn sich die neuen Verdachtsmomente in der Spionageaffäre bestätigen, würde das die Frage aufwerfen, wem Angela Merkel in Washington eigentlich noch vertrauen sollte. Zumal davon auszugehen ist, dass wir allenfalls die Spitze des Eisbergs im Blick haben. Falls den USA noch irgendetwas an verlässlichen Beziehungen zur Bundesrepublik liegt, sollten sie rasch und ohne weitere Vernebelungstaktik mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Darauf zu hoffen, dass sie ihre Spionage einstellen, wäre nichts als ein frommer Wunsch. Damit beginnt ein neues Kapitel in der Geschichte des transatlantischen Verhältnisses. Es gab schon bessere.

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