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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Türkei/Erdogan

Stuttgart (ots) - Jede Nacht klicken sich Hunderttausende von Türken durchs Internet, in Erwartung neuer Enthüllungen über ihren Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. Dabei scheint es kaum noch wichtig zu sein, ob all die Telefonate, in denen Erdogan angeblich über Geld, Fußball, Kriegsschiffe, Journalisten und Justiz plaudert, echt sind. Denn viele Türken bezweifeln schon lange nicht mehr, dass ihr Premier Politik nach Gutsherrenart betreibt.

Ungerührt nennt Erdogan alle Korruptionsermittlungen einen "Putschversuch". Gebetsmühlenhaft wettert er gegen einen "Parallelstaat" und zeigt doch nur, dass er selbst in einer Parallelwelt lebt. In der Türkei liegt vieles im Argen. Telefone werden massenhaft abgehört, legal und illegal. Die Türkei bräuchte ein politisches Großreinemachen. Die AKP hatte dies einst versprochen und auch damit begonnen. Doch ihr Steuermann hat den Kurs verlassen.

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