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Stuttgarter Zeitung: Kommentar zum ADAC

Stuttgart (ots) - Der ADAC hat eine restlose Aufklärung angekündigt, die unverzichtbar ist. Allerdings könnte dies auch für den Club unangenehme Ergebnisse zu Tage fördern. Denn wie kann es sein, dass alles zunächst unter der Decke blieb, obwohl viele Mitarbeiter an der Erfassung und Verarbeitung der Daten beteiligt waren?

Angesichts der geringen Beteiligung an der Wahl der beliebtesten Autos kann man sich fragen, ob der ADAC nicht abgehoben und sich allzu sehr von seiner Mitgliederbasis entfernt hat, ob er den Mund nicht sehr voll nimmt, wenn er in Gesetzgebungsverfahren beansprucht, im Namen der Autofahrer zu sprechen.

Zudem schwindet das Vertrauen, dass Verbraucherschutz und Profitinteresse immer sauber getrennt werden. Beim Gelben Engel wurden die Interessen der Verbraucher missachtet, indem die Zahlen aufgeblasen wurden. Auszeichnungen sind wichtige Orientierungsmarken vor der Anschaffung eines Neuwagens. Die Irreführung beim Gelben Engel hat das Image des ADAC angekratzt. Doch es könnte noch schlimmer kommen, wenn sich zeigen sollte, dass die Lügen von oben abgesegnet waren. Dann droht dem Club der Crash.

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