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Mitteldeutsche Zeitung: zu Wahlumfragen

Halle (ots) - Den Sozialdemokraten dagegen kann man beim freien Fall zusehen, ihre Wähler scheinen zu Merkel oder zur Linken überzulaufen oder gar zur neuen rechten Protestpartei, die zuletzt keine zehn Punkte mehr von der ältesten deutschen Partei trennte. Doch diese Lesart ist falsch. Tatsächlich entscheiden nicht nur die treuen und neuen Wähler bestimmter Parteien die Wahl, sondern auch die enttäuschten, mutlosen Anhänger der anderen. Die meisten SPD-Sympathisanten dürften nicht zu Merkel fliehen, sondern daheim bleiben. An dieser Stelle wird zu große Demoskopie-Gläubigkeit zum Problem für die Demokratie: Je mehr Deutsche glauben, die Wahl sei ohnehin schon entschieden und daheim bleiben, umso eher wird das Ergebnis die Umfragen bestätigen.

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