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Mitteldeutsche Zeitung: zu Kinderarmut

Halle (ots) - Der Reichtum kommt nicht bei denen an, die es bitter nötig hätten. Das Gegenteil ist der Fall: Die Kinderarmut stieg 2015 bundesweit weiter an. Das Problem fängt schon beim Wort Kinderarmut an. Denn Kinderarmut ist Familienarmut. Und die ist oft vererbt. Aus diesem Teufelskreis auszubrechen, ist schwer. Wenn eine Alleinerziehende rund 1 260 Euro an staatlichen Leistungen im Monat zur Verfügung hat, dann fehlt es nicht nur an Geld für die kaputte Waschmaschine, sondern auch an Geld für außerschulische Bildung, für Sport, für Bücher, für den Kindergeburtstag. Statt dass der Staat die Institution Ehe fördert, sollt er den Fokus viel stärker auf die Bedürfnisse der Kinder richten. Teilhabe und Chancengleichheit müssen unabhängig vom Geldbeutel werden.

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