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Mitteldeutsche Zeitung: zu Paris

Halle (ots) - Es ist schwierig, es ist sehr schwierig, Menschen aufzuhalten, die keinen Notausgang, keinen Plan B brauchen, weil sie den eigenen Tod in Kauf nehmen. Wir hätten das lernen können von der Niederlage der Sowjetunion in Afghanistan. Wie sollen die Geheimdienste verhindern, dass ein, zwei, drei Dutzend Menschen sich aufmachen und ihre Mitmenschen erschießen und in die Luft sprengen? Wenn es zehnmal gelingt, es zu verhindern, heißt das nicht, dass es auch beim elften Mal klappt. Wir müssen runter von unserer Wut und wir müssen raus aus dem Gefühl der Hilflosigkeit. Denn es gibt viel zu tun. In Frankreich, in Deutschland, in Europa. Die Grenzen dichtmachen? Immerhin kamen von den Pariser Attentätern wohl einige als Flüchtlinge erst jetzt nach Europa. Aber: Ohne Mauern und Schießbefehle werden wir die Grenzen nicht dichtmachen können. Selbst mit ihnen wird uns das nicht gelingen.

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