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Mitteldeutsche Zeitung: zur Linksfraktion

Halle (ots) - Man muss sich Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch vorstellen wie ein Ehepaar, bei dem sie im Urlaub immer in die Berge will und er immer an die See. So ein Ehepaar hat mehrere Möglichkeiten, den Konflikt zu lösen. Erste Möglichkeit: Sie fahren in einem Jahr in die Berge und im nächsten Jahr an die See. Zweite Möglichkeit: Sie bleiben zu Hause. Dritte Möglichkeit: Sie trennen sich. Das Problem in der Politik ist, und hier endet die Analogie: So richtig gut ist keine der drei Varianten. Zu Hause zu bleiben, also politisch nichts zu tun, das kann für Wagenknecht und Bartsch keine Option sein. Eine Trennung wäre es erst recht nicht. Denn so, wie die Linke mit ihren Strömungen beschaffen ist, gibt es nur beide - oder keinen. Aber auch Variante Nummer drei wirkt nicht reizvoll. Es würde bedeuten, dass die Linke stets im Wechsel etwas Radikales und etwas Gemäßigtes tut. Sie würde Haken schlagen. Das wäre weder nach innen noch nach außen zu verkaufen.

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