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Mitteldeutsche Zeitung: zur FDP

Halle (ots) - Dass die FDP-Spitze eine Umlage erheben kann, um die nächsten Wahlkämpfe zu finanzieren, stellt eine erhebliche innerparteiliche Machtverschiebung dar. Denn es wird den Landesverbänden nicht nur unter die Arme, sondern auch ins Ruder gegriffen. Sie sichert sich auf diese Weise auch politischen Einfluss auf den Kurs von Unterg-liederungen, die in der Vergangenheit des Öfteren versucht haben, sich auf Kosten der Bundespartei zu profilieren. Die Operation erschöpft sich aber nicht in der Machtfrage. Es geht um Wahlkämpfe aus einem Guss im Bund und in den Ländern. Sie räumt auch mit der Illusion auf, regional die politische Stimmung gegen den Bundestrend beeinflussen zu können. Das mag als Ausnahme möglich sein. Die Regel ist das nicht. Lindner sichert sich damit eine Machtfülle - noch größer als die von Vorvorgänger Guido Westerwelle. Aus dessen Schicksal kann er auch lernen: Seine Position ist nur so lange sicher, wie er Erfolg hat.

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