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Mitteldeutsche Zeitung: zu Koalition

Halle (ots) - Man wünschte sich jene Courage, jene Bereitschaft, ungewöhnliche Wege zu verfolgen und Risiken einzugehen, die Angela Merkel in der Ukraine-Krise zeigt, auch in ihrer Innenpolitik. Doch da haben sich Union und SPD auf eine Politik des kleinsten gemeinsamen Nenners verständigt. Es ist (bis auf die Energiewende) eine Politik, die nicht über die Frist der Wahlperiode hinausschaut. Alles zielt auf die Sicherung des Bestehenden. Das ist angesichts der Stürme, die jenseits dieser in vieler Hinsicht seligen Insel der Deutschen wüten, womöglich nachvollziehbar, und es erklärt auch die verbreitete Zufriedenheit mit der Koalition und ihrer Kanzlerin. Aber es wird am Ende zu wenig sein, um die Zukunft ähnlich erfreulich zu gestalten.

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