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Mitteldeutsche Zeitung: Halle setzt auf Zusammenarbeit mit Leipzig

Halle (ots) - Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) setzt künftig auf einen Dreiklang aus Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft für Sachsen-Anhalts größte Stadt. "Das sind die Markenkerne", so Wiegand. Erstmals nach seinem Freispruch vom Verdacht der Untreue hat sich der Rathauschef ausführlich in einem Interview mit der Mitteldeutschen Zeitung (Montagausgabe) geäußert. Wiegand will in diesem Jahr vor allem den Fokus auf die Wirtschaft legen. So werde es im Star Park, Halles größtem Gewerbegebiet an der A14, eine weitere Großinvestition geben. Details nannte Wiegand nicht mit Verweis auf Verhandlungen, sprach jedoch von einer Premium-Ansiedlung. Vor wenigen Wochen erst hatte das Auktionshaus Ebay angekündigt, 30 Millionen Euro in Halle zu investieren und baut derzeit im Star Park ein neues Logistikzentrum. Wirtschaftlich erfolgreicher will Wiegand auch Halles Zoo machen. So gebe es Pläne, eine Seilbahn zu errichten, die das Saaleufer und den Reilsberg miteinander verbindet. Den größten Zoo des Landes plagten zuletzt finanzielle Probleme vor allem wegen steigender Kosten. Wiegand will sich stärker von Magdeburg abgrenzen, die Landeshauptstadt sei anders ausgerichtet als Halle. Dagegen forciert der OB eine stärkere Zusammenarbeit mit dem benachbarten Leipzig. "Mit Leipzig arbeiten wir sehr eng in der Metropolregion zusammen. Wir werden im März dafür erste Kernziele verabschieden", so Wiegand. Der mitteldeutsche Raum könne wirtschaftlich noch erfolgreicher werden, freie Flächen können noch besser vermarktet werden. Auch beim Tourismus gebe es gemeinsame Interessen.

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