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Mitteldeutsche Zeitung: Justiz Anklage gegen angeblichen Anwalt

Halle (ots) - Ein Berliner, der Ende vergangenen Jahres in Sachsen-Anhalt in einem spektakulären Mahnverfahren um 43 Millionen Euro als Rechtsanwalt aufgetreten ist, muss sich demnächst selbst vor Gericht verantworten. Wie die "Mitteldeutsche Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe) berichtet, wird ihm versuchter Betrug in anderen Mahnverfahren vorgeworfen. Nach Angaben der Berliner Justiz soll er - anders als im Magdeburger Fall - in den Jahren 2012 und 2013 selbst unberechtigt Mahnbescheide gegen verschiedene Firmen beantragt haben. Die Beträge lagen zwischen 90 und 200.000 Euro. In dem Verfahren in Sachsen-Anhalt hatte der Mann sich Ende 2014 als Anwalt einer Frau ausgegeben, die einen Mahnbescheid über 43 Millionen Euro erhalten hatte. Der angeblich von der Telekom gestellte Antrag bei einem Mahngericht stellte sich später aber als gefälscht heraus, ein Ermittlungsverfahren zu dieser Fälschung ist mangels Erfolgsaussichten bereits eingestellt. Die Magdeburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den Berliner jetzt allerdings wegen des Verdachts auf Missbrauch von Berufsbezeichnungen. Recherchen der "Mitteldeutschen Zeitung" hatten im Januar Zweifel an der Anwaltstätigkeit des Mannes aufkommen lassen. Nach Angaben der Rechtsanwalts-kammer Berlin hat es in der Hauptstadt nie einen zugelassenen Anwalt dieses Namens gegeben.

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