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Mitteldeutsche Zeitung: zu Familienpflegezeit

Halle (ots) - Oft sind es diese ersten Tage, die entscheidend sind. Es geht um Behandlungsempfehlungen und Krankenhauswahl, um Pflegedienste, Reha-Aufenthalte, Hilfsmittel. Wohnungsumbau. Es gilt, mit Ärzten zu sprechen, mit Krankenkassen, mit Sozialdiensten. Mit Gerichten vielleicht, wenn die Pflegebedürftigen nicht mehr selbst entscheiden können und einen Betreuer brauchen. Es müssen Termine gemacht, Entscheidungen abgewogen werden. Und dann ist da ja noch der Patient, der Zuwendung braucht. Zehn Tage sollen Angestellte künftig frei bekommen für die Akutversorgung. Das ist besser als kein Tag, aber wenig genug. Wer in einem kleinen Unternehmen arbeitet, muss arbeiten, damit die Firma keine Probleme bekommt. Das ist weder sozial, noch wirtschaftlich gedacht: Die Doppelbelastung wird den Mitarbeiter krank machen, er braucht ja keine Auszeit zum Nichtstun. Sondern für eine Lebensaufgabe.

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