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Mitteldeutsche Zeitung: zu Pille danach

Halle (ots) - Die schlechte Nachricht ist: Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), der die rezeptfreie Pille danach vehement ablehnt, will nicht kampflos das Feld räumen: Anstelle des Praxisbesuchs sollen nun die Apotheken verpflichtet werden, vor Abgabe der Pille ein "intensives Beratungsgespräch" mit den Frauen zu führen. Man stelle sich das vor: Der Herr Apotheker murmelt irgendetwas von einer nicht umkehrbaren Entscheidung oder vom Schutz des ungeborenen Lebens oder der Möglichkeit einer Freigabe zur Adoption, während am Nebentresen Nasentropfen geordert werden. Eine solche Situation ist bizarr. Sie muss von den Frauen als entwürdigend empfunden werden.

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