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Mitteldeutsche Zeitung: Thüringen Linksfraktion verurteilt Angriffe der Antikapitalistischen Linken auf Ramelow

Halle (ots) - Der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Jan Korte, will die jüngste Erklärung der Antikapitalistischen Linken (AKL) zur Landtagswahl in Thüringen nicht auf sich beruhen lassen. "Das wird am Montag im Fraktionsvorstand Thema sein, zumindest soweit es die beteiligten Bundestagsabgeordneten betrifft", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Denn das ist ein herunter gekommener Umgang unter-einander. Mir reicht es langsam. Wir sind nicht mehr bereit, alles zu schlucken." Eigentlich böten die Ergebnisse der Wahlen in Brandenburg und Thüringen Gelegenheit zu einer tiefen Debatte, so Korte. In Brandenburg hatte die Linke nach ihrer Beteiligung an der Landesregierung acht Prozentpunkte verloren, während sie in Thüringen mit der Aussicht, in Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten zu stellen, ein Rekordergebnis einfuhr. "Es wäre schön, das auf hohem Niveau zu diskutieren." Die AKL als ein Parteiflügel zeige aber, dass sie das gar nicht wolle. Zuvor hatte Bundestags-vizepräsidentin Claudia Roth (Grüne) erklärt, Leute, die zum Mittel der Beleidigung griffen, seien "gaga". Man müsse sie in die Schranken weisen. AKL-Vertreter hatten wiederholt Grüne attackiert. In der Erklärung der AKL heißt es, die Linke habe in Thüringen "einen skandalösen Wahlkampf" geführt "unter der alten Gerhard-Schröder-Losung ,Wir machen nicht alles anders, aber vieles besser'". Die Übersetzung laute: "Keine Angst, die Linke wird an den herrschenden Verhältnissen nicht rütteln. Und wie zur doppelten Bestätigung dieser Misere wird ein personalisierter Wahlkampf nach dem Motto ,Bodo der Retter ist da' veranstaltet, wo auch noch der biederste Anhänger der Linken feststellen müsste, so viel irrwitzig illusorische Stellvertreterpolitik kann nur im Desaster enden." Weiter steht zu lesen, die Linke solle durchaus das Minister-präsidentenamt fordern. "Aber doch bitte nicht mit dem politischen Ausverkauf aller Ideen an die SPD und sogar an die Grünen, die kriegsgeilste Truppe der gegenwärtigen Politik. Einen solchen Ministerpräsidenten brauchen wir nicht und wollen wir nicht." Zum Bundessprecherrat der AKL zählt die Bundestagsabgeordnete Inge Höger.

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