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Mitteldeutsche Zeitung: Domino in den Wahlkreisen/ Sinkende Einwohnerzahlen machen eine Neuordnung. Viele Abgeordnete sind darüber nicht glücklich

Halle (ots) - Halle. Ein Großteil der sachsen-anhaltischen Wahlkreise erhält zur Landtagswahl 2016 einen neuen Zuschnitt. Darauf haben sich die Regierungsfraktionen von CDU und SPD geeinigt. Betroffen ist gut die Hälfte der künftig 43 Wahlkreise. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Donnerstag-Ausgabe). Grund für den Neuzuschnitt ist die Auflösung der Wahlkreise 32 und 42 - Hettstedt und Nebra. Dort gibt es inzwischen zu wenig Wahlberechtigte. Über die Auflösung hatten sich alle Fraktionen bereits vor der Sommerpause verständigt.

Die Stimmberechtigten aus den aufgelösten Wahlkreisen müssen nun auf die Nachbarwahlkreise aufgeteilt werden. Dies hat zur Folge, dass die zu groß werden. Ein entsprechender Ausgleich wirkt sich daher auch auf weitere Wahlkreise aus.

Den Vorschlag für die Neuordnung hat die CDU jetzt vorgelegt. Die SPD folgt diesem zwar, allerdings nicht ohne Kritik: "Da ist ein tüchtiges Tohuwabohu entstanden", sagt der Fraktionsvize Rüdiger Erben. Es seien Wahlkreise entstanden, "in denen ist es künftig eine Strafe, als Abgeordneter zu arbeiten".

Viele CDU- und SPD-Abgeordnete grollen. Denn beide Seiten müssen durch die neuen Zuschnitte Regionen abgeben, die aufgrund des Stammwähler-Klientels Grundlage des bisherigen Wahlerfolgs waren. Oder sie bekommen Orte zugeteilt, die bislang vom politischen Gegner dominiert wurden.

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