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Mitteldeutsche Zeitung: zu Argentinien

Halle (ots) - Der Fall NML-Argentinien zeigt, was es bedeutet, wenn der Gläubiger seinen Anspruch uneingeschränkt durchsetzen kann. Das ist ungemütlich. Und gefährlich. Schließlich haben sich die globalen Schulden - und damit die Forderungen der Geldgeber - gigantisch aufgebläht. Seit 1980 hat sich die Gesamtschuld von Staaten, Unternehmen und privaten Haushalten in den USA und Europa auf 300 Prozent der Wirtschafts-leistung verdoppelt. Die Frage ist damit, ob die Welt die Zinsen für ein globales Geldvermögen über 230 Billionen Dollar dauerhaft erwirtschaften kann. Diese Frage stellt sich insbesondere für den größten Kapitalexporteur der Welt: Deutschland.

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