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Mitteldeutsche Zeitung: zu US/Osteuropa

Halle (ots) - Nun hat US-Präsident Barack Obama bei seinem Besuch in Warschau Polen eine Milliarde Dollar an Sicherheitsgarantien versprochen. Eine gewaltige Summe, aber nicht das, was Polen eigentlich wollte. In der Ukraine-Krise fürchtet der Nato-Partner die neue russische Schlagkraft. Den baltischen Bündnisstaaten Estland, Lettland und Litauen geht es ähnlich. Sie wünschen dauerhaft Nato-Truppen auf ihrem Boden. Doch das Bündnis steckt in einem Dilemma. Die Nato hatte Russland 1997 vertraglich zugesagt, dauerhaft keine substanzielle Zahl an Kampftruppen auf dem Gebiet der neuen Nato- und früheren Warschauer-Pakt-Staaten zu stationieren. Zu diesem Vertrag steht das Bündnis, es erhöht allein die Zahl der Manöver in Osteuropa. Auf diesen Vertrag aber beruft sich auch Obama nur allzugern. Auch sein Militär muss sparen. Obama pflegt nun eine Scheckbuchdiplomatie. Seine Botschaft: Europa muss für seine Sicherheit nun vorrangig selbst sorgen - und auch selbst zahlen.

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