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Mitteldeutsche Zeitung: zu Siemens

Halle (ots) - Joe Kaeser will aus 16 Divisionen neun machen. Aber große Umbau-Aktionen lähmen erst einmal. Beschäftigte werden verunsichert, Manager verprellt. Und solche Aktionen provozieren eine spezifische Haltung: Ist die Umstrukturierung abgearbeitet, wird alles von selbst gut. Eine Falle. Siemens ist immer wieder hinein getappt. So hat der Konzern verschlafen, dass durch das Wachstum der Erneuerbaren kleinere, flexiblere Gasturbinen anstelle von Großkraftwerken gefragt sind. US-Konkurrent General Electric zeigt seit Jahren, wie es anders geht. Er praktiziert kontinuierlichen Wandel, kauft ständig hoffnungsvolle Firmen. Das Management ist nah am Markt und erkennt Trends früh. Neun oder 16 Divisionen? Das ist letztlich gar nicht die Frage.

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