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Mitteldeutsche Zeitung: zu Nahost

Halle (ots) - Aus palästinensischer Sicht wäre die Versöhnung der feindlichen Brüder nur vernünftig. Die radikale Hamas hat ihre Basis im Gazastreifen, die gemäßigtere Fatah im Westjordanland. Wahlen in beiden Gebieten, aus denen eine gemeinsame Regierung hervorginge, das könnte die Palästinenser stärken. Könnte. Muss nicht. Denn wenn politisch am Ende eines solchen Prozesses die gesamte Bewegung sich radikalisierte, dann hätte niemand etwas davon. Außer vielleicht: Die radikalen israelischen Siedler, die keinerlei Frieden zwischen Juden und Arabern wollen. Israels Premier Benjamin Netanjahu meint, die Fatah müsse entscheiden, mit wem sie Frieden wolle - mit der Hamas oder mit Israel. Das ist nicht falsch. Aber der Premier fiel bisher nicht dadurch auf, dass er gemäßigten Palästinensern die Annäherung an Israel schmackhaft gemacht hätte.

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