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Mitteldeutsche Zeitung: Stasi-Unterlagenbehörde Personalrat der Stasi-Aktenbehörde kritisiert Behördenleiter Jahn

Halle (ots) - Der Personalrat der Stasi-Unterlagenbehörde hat in einem Schreiben an die Mitarbeiter der knapp 1600-köpfigen Behörde Kritik am Behördenleiter Roland Jahn geübt. Das berichtet die in Halle erscheinende "Mitteldeutsche Zeitung" (Online-Ausgabe), der das Schreiben vorliegt. Grund ist Jahns jüngster Bericht an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), in dem er die Schließung von sieben der zwölf Außenstellen in den ostdeutschen Ländern in Aussicht stellt und sich auch für weitere Veränderungen bis hin zu einer anderen Trägerschaft offen zeigt. "Für uns stellt sich die Frage, ob mit dem Bericht etwa der Expertenkommission bereits eine bestimmte Richtung suggeriert werden sollte", heißt es in dem Schreiben. "Dass ausgerechnet der Bundesbeauftragte selbst den Abbau seiner eigenen Behörde unter Umgehung der internen Kommunikation und ohne Berücksichtigung des Fürsorgeaspektes nunmehr medienwirksam betreibt, und zwar vorauseilend und mit sehr verengter Sicht, macht uns schlichtweg fassungslos." Wieder einmal hätten die Mitarbeiter "erst aus den Medien erfahren, was in und mit unserer Behörde einschließlich ihrer Außenstellen geschieht. Dieses Beispiel zeigt erneut, was die von der Behördenleitung so vielgepriesene interne Kommunikation ihr tatsächlich wert ist." Man werde dies auf den Personalversammlungen der nächsten Wochen zur Sprache bringen. Die große Koalition will eine Expertenkommission einsetzen. Diese soll Empfehlungen abgeben, was aus der Behörde und den von ihr zu erledigenden Aufgaben werden soll. Möglich sind eine Schließung 2019 und die Überführung der Akten ins Bundesarchiv.

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